Betreiberpflichten bei der Luftreinhaltung

VCI-Vorlage zur Erstellung einer Gefährdungsbeurteilung gemäß 42. BImSchV

Die Gefährdungsbeurteilung nach der sogenannten Legionellenverordnung (42. BImSchV) ist eine zu ergreifende Maßnahmen vor der Inbetriebnahme bzw. Wiederinbetriebnahme von Verdunstungskühlanlagen, Nassabscheidern und Kühltürmen. Die Verantwortung zur Erstellung der Gefährdungsbeurteilung und Einhaltung der Bestimmungen liegt beim Betreiber der Anlagen. Als Unterstützung hat der VCI eine „Vorlage" erarbeitet.

Die Legionellenverodnung dient zum Schutz der Bevölkerung vor Emissionen aus dem Betrieb von Anlagen, in denen Wasser verrieselt oder versprüht wird oder anderweitig in Kontakt mit der Atmosphäre kommen kann. - Foto: © peterschreiber.media/stock.adobe.com
Die Legionellenverodnung dient zum Schutz der Bevölkerung vor Emissionen aus dem Betrieb von Anlagen, in denen Wasser verrieselt oder versprüht wird oder anderweitig in Kontakt mit der Atmosphäre kommen kann. - Foto: © peterschreiber.media/stock.adobe.com

Die vorliegende Blaupause stellt ein „Living Document“ dar. Neue Erkenntnisse, Definitionen oder Änderungen der Verordnung können zu einer Neuauflage führen. In regelmäßigen Abständen wird der vorliegende Leitfaden daher erneuert.

Hintergrund und Ziel der Vorlage

Dieses Dokument stellt eine Vorlage dar zur Erstellung einer Gefährdungsbeurteilung nach § 3 Abs. 4 und Prüfschritte nach § 3 Abs. 6 der 42. BImSchV.

Die Gefährdungsbeurteilung nach §3 Abs. 4 ist ein Teil der Maßnahmen vor Inbetriebnahme bzw. Wiederinbetriebnahmen, die in Anlage 2 verbindlich vorgeschrieben werden. Die Verantwortung zur Erstellung der Gefährdungsbeurteilung und Einhaltung der Bestimmungen von Anlage 2 liegt beim Betreiber der Anlage.

Darüber hinaus hat der Arbeitgeber nach § 3 BetrSichV durch eine Beurteilung die für die Beschäftigten mit ihrer Arbeit verbundenen Gefährdungen zu ermitteln und Maßnahmen des Arbeitsschutzes darzustellen. Diese Gefährdungsbeurteilung muss immer dem aktuellen Stand angepasst sein.

Die Gefährdungsanalyse ist im Betriebstagebuch zu hinterlegen oder ggf. elektronisch miteinander zu verknüpfen. Dieses muss nach §12 Abs. 2 „…jederzeit einsehbar sein und in Klarschrift vorgelegt werden können.“ Den Behörden und den nach §14 beauftragten Personen (SV, akkreditierte Prüfstellen) ist auf Verlangen das Betriebstagebuch vorzulegen (§12 Abs. 3).

Neben dieser Gefährdungsbeurteilung empfiehlt es sich, einen betriebsinternen Maßnahmenkatalog für die einzelne Anlage (oder Anlagen-Typ) zu erstellen. Dieser dient ausschließlich der internen Entwicklung und Überwachung der Kühlanlage.

Eine Risiko-Analyse einer Anlage kann sich nur auf die Emissionsbetrachtung beziehen, also auf den Anlagen-Betrieb selber, keinesfalls auf die Immissionsbetrachtung des Umfeldes einer Anlage.

Generell empfiehlt es sich, eine Gefährdungsbeurteilung nach VDI 2047-2 durchzuführen. Andere Gefährdungsbeurteilungen nach ArbSchG, GefStoffV, BioStoffV sind ggf. ebenfalls zu berücksichtigen.

Inhalt der Vorlage

  • Vorwort
  • Definitionen
    • „Hygienisch fachkundige Person “
    • Gefährdungsbeurteilung
    • Fachkunde
    • Sachkunde
    • Welche Anlagen sind betroffen?
    • Risikoanalyse mittels Risikomatrix nach Nohl
  • Vorlage Gefährdungsbeurteilung
  • Stammdaten
  • Zusammenfassung
    • Anlagen-Betriebsbeschreibung
  • Gefährdungsanalyse und –bewertung
    • Betriebliche Organisation
    • Geografische Lage
    • Kühlwassersystem
    • Sonstiges
  • Fotodokumentation
  • Geografische Lage

Die vollständige Vorlage mit einem Umfang von 16 Seiten finden Sie im Download-Bereich im Kopf dieser Seite (sogenannte „Langfassung").

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Für Fragen und Anregungen nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.

Ansprechpartner

Dipl.-Ing. Benjamin Wiechmann

E-Mail: wiechmann@vci.de