IW-Studie: EEG-Umlage wird bis 2025 je nach Ausbauszenario auf 7,5 bis 10 Cent steigen

Zunahme der EEG-Kosten zeigt dringenden Handlungsbedarf

Eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) zeigt, dass auch die jüngste Reform des EEG nicht ausreicht, um die durch die Förderung erneuerbarer Energien entstehenden Kosten für die Stromverbraucher zu deckeln. Nach Ansicht der Energieintensiven Industrien in Deutschland sollte die Politik über neue Wege nachdenken, den Anstieg der EEG-Umlage zu stoppen. Andernfalls werde die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie weiter geschwächt.

Die „Energieintensiven Industrien in Deutschland", darunter der VCI, zu einer neuen Studie über die Entwicklung der Kosten, die mit der Förderung erneuerbarer Energien in Deutschland verbunden sind: „Damit die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie nicht weiter geschwächt wird, sollte die Politik über neue Wege nachdenken, den Anstieg der EEG-Umlage zu stoppen." - Foto: © SZ-Designs - Fotolia.com
Die „Energieintensiven Industrien in Deutschland", darunter der VCI, zu einer neuen Studie über die Entwicklung der Kosten, die mit der Förderung erneuerbarer Energien in Deutschland verbunden sind: „Damit die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie nicht weiter geschwächt wird, sollte die Politik über neue Wege nachdenken, den Anstieg der EEG-Umlage zu stoppen." - Foto: © SZ-Designs - Fotolia.com



Presseinformation
der Energieintensiven Industrien
in Deutschland (EID)

Eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) zeigt, dass die Kosten für die Förderung erneuerbarer Energien in Deutschland auch in Zukunft stark steigen werden. Laut der Studie, welche unter anderem im Auftrag der Energieintensiven Industrien in Deutschland (EID) entstand, dürfte auch die jüngste Reform des EEG nicht ausreichen, um die Kosten für Stromverbraucher zu deckeln. Im Gegenteil: Je nach Annahme droht die Umlage bis 2025 auf 7,5 bis 10 Cent je Kilowattstunde zu steigen.

Utz Tillmann, EID-Sprecher und Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI): „Trotz aller Reformbemühungen lässt sich die Höhe der EEG-Umlage nicht stabilisieren, sie wird auch in Zukunft steigen. Diese Entwicklung zeigt, dass in der Energiepolitik weiterhin dringender Handlungsbedarf besteht. Damit die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie nicht weiter geschwächt wird, sollte die Politik über neue Wege nachdenken, den Anstieg der EEG-Umlage zu stoppen.“

Laut EID-Sprecher Michael Basten, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Baustoffe, Steine und Erden, sorgen nur die bestehenden Entlastungsregeln dafür, dass die Lage für besonders energieintensive Unternehmen nicht verheerend ausfällt. Basten sagte: „Ohne die Besondere Ausgleichsregelung und die Entlastung von Eigenstrom im EEG wären die betroffenen Unternehmen in Deutschland längst nicht mehr wettbewerbsfähig. Die IW-Studie zeigt, dass wir diese Entlastungen in Zukunft mehr denn je benötigen.“

Die Leidtragenden der steigenden EEG-Kosten sind laut Tillmann sowohl private Verbraucher als auch jene Unternehmen, die im internationalen Wettbewerb stehen, jedoch die volle EEG-Umlage zahlen müssen. Tillmann: „Der Großteil der deutschen Industrieunternehmen zahlt die volle EEG-Umlage und muss daher hohe und weiter wachsende Kosten stemmen, die unsere Wettbewerber in anderen Ländern nicht haben. Für solche Unternehmen sind die Strompreise bereits jetzt um ein Drittel höher als beispielsweise an konkurrierenden Standorten in den USA. Das bedroht die Wettbewerbsfähigkeit energieintensiver Unternehmen in Deutschland dauerhaft.“

Hinweis: Das Kurzgutachten des IW mit dem Titel "EEG 2017: Eine Kostenabschätzung - Mögliche Entwicklungen der Förderkosten bis 2020 und 2025" mit einem Umfang von 32 Seiten finden Sie in einer Vorabfassung im Download-Bereich im Kopf dieser Seite unter „Ergänzende Downloads".

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Die Energieintensiven Industrien in Deutschland (EID) beschäftigen rund 830.000 Mitarbeiter – oder 14 Prozent der Beschäftigten des Verarbeitenden Gewerbes. Jeder Arbeitsplatz in der energieintensiven Grundstoffproduktion sichert etwa zwei Arbeitsplätze in anderen Industriezweigen und im Dienstleistungssektor.

Ansprechpartner:

Bundesverband Baustoffe – Steine und Erden e.V.
Dr. Matthias Frederichs
Geschäftsführer
Tel.: +49 30 7261999-23
E-Mail: m.frederichs@bvbaustoffe.de
www.bvbaustoffe.de
Verband Deutscher Papierfabriken e.V.
Gregor Andreas Geiger M.A.
Bereichseiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: +49 228 26705-30
E-Mail:
ga.Geiger@vdp-online.de
www.vdp-online.de

Bundesverband Glasindustrie e.V.

Dorothée Richardt
Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: +49 211 4796-331
E-Mail: presse@bvglas.de
www.bvglas.de


WirtschaftsVereinigung Metalle

Sarah Bäumchen
Leiterin Kommunikation und Politik
Tel.: +49 30 726207-111
E-Mail:
baeumchen@wvmetalle.de
www.wvmetalle.de


Verband der Chemischen Industrie e.V.

Sebastian Kreth
Pressesprecher
Tel.: +49 69 2556-1657
E-Mail: kreth@vci.de
www.vci.de


Wirtschaftsvereinigung Stahl

Klaus Schmidtke
Leiter Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: +49 211 6707-115 (116)
E-Mail: Klaus.Schmidtke@wvstahl.de
www.stahl-online.de