Transparenz-Initiative des VCI zur Veröffentlichung von Parteispenden

„Wir haben nichts zu verbergen“

Ab sofort veröffentlicht der VCI seine Parteispenden nicht nur pflichtgemäß gegenüber dem Bundestag, sondern freiwillig via Internet auch gegenüber der Öffentlichkeit, und zwar jeweils innerhalb von sechs Monaten nach Ablauf eines Kalenderjahres. Gelistet werden die Einzelspenden für alle Parteien. Damit möchte der Chemieverband maximale Transparenz schaffen. Die Daten für 2015 sind bereits einsehbar.

Der VCI schafft Transparenz: Im Jahr 2015 hat der Branchenverband insgesamt netto 128.000 Euro an drei im Bundestag vertretene Parteien sowie die FDP gespendet - davon 40.000 Euro an die CDU, 35.000 Euro an die SPD, 13.000 Euro an Bündnis 90/Die Grünen und 40.000 Euro an die FDP. - Foto: © Deutscher Bundestag/Thomas Trutschel/photothek.net
Der VCI schafft Transparenz: Im Jahr 2015 hat der Branchenverband insgesamt netto 128.000 Euro an drei im Bundestag vertretene Parteien sowie die FDP gespendet - davon 40.000 Euro an die CDU, 35.000 Euro an die SPD, 13.000 Euro an Bündnis 90/Die Grünen und 40.000 Euro an die FDP. - Foto: © Deutscher Bundestag/Thomas Trutschel/photothek.net

Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) wird seine Berichtspflicht zu Parteispenden freiwillig erweitern. Der VCI will künftig nicht nur seine Zuwendungen an die Parteien gegenüber dem Bundestag auflisten, die dieser mit einem Zeitverzug von zwei Jahren veröffentlicht. Zusätzlich will der Verband ab jetzt auch innerhalb von sechs Monaten nach Ablauf eines Jahres die Summe der Einzelspenden für alle Parteien auf seinen Internetseiten für die Öffentlichkeit aufführen. Damit reagiert der VCI auf den Vorwurf, Verbände würden ihre Parteispenden durch Stückeln der Beträge unter die Grenze für die Direktveröffentlichung drücken und so verschleiern. „Wir wollen bei unseren Parteispenden maximale Transparenz schaffen, denn wir haben nichts zu verbergen“, betonte VCI-Hauptgeschäftsführer Utz Tillmann.

Im Jahr 2015 hat der VCI insgesamt netto 128.000 Euro an drei im Bundestag vertretene Parteien sowie die FDP gespendet. Inklusive Steuern (52,75 % Steuern für Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag) wendete der Verband dafür 195.520 Euro auf. Auf die verschiedenen Parteien entfielen dabei folgende Beträge:

  • CDU: 40.000 Euro netto; einschließlich Steuern 61.100 Euro
  • SPD: 35.000 Euro netto; einschließlich Steuern 53.462 Euro
  • GRÜNE: 13.000 Euro netto; einschließlich Steuern 19.858 Euro
  • FDP: 40.000 Euro netto; einschließlich Steuern 61.100 Euro

Über Parteispenden entscheidet der Vorstand des VCI, der jeweils im Frühjahr und Herbst tagt. Zusätzlich kann sich der Vorstand außerhalb dieser Termine bei speziellen Anlässen damit befassen. So wird zum Beispiel über Spendenanfragen der Schatzmeister oder Spitzenkandidaten der Parteien in Zusammenhang mit Bundestags-, Landtags- und Europawahlen auch außerhalb der turnusmäßigen Vorstandssitzungen entschieden.


Der VCI vertritt die wirtschaftspolitischen Interessen von mehr als 1.650 deutschen Chemieunternehmen und deutschen Tochterunternehmen ausländischer Konzerne gegenüber Politik, Behörden, anderen Bereichen der Wirtschaft, der Wissenschaft und den Medien. Der VCI steht für mehr als 90 Prozent der deutschen Chemie. Die Branche setzte 2015 rund 190 Milliarden Euro um und beschäftigte 447.000 Mitarbeiter.

Kontakt: VCI-Pressestelle, Telefon: 069 2556-1496, E-Mail: presse@vci.de
Hinweis: Nachrichten des VCI auch auf Twitter: http://twitter.com/chemieverband

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Ansprechpartner

Stud. Ass. Manfred Ritz

E-Mail: ritz@vci.de