Unterzeichnung EU-Japan-Handelsabkommen auf EU-Japan-Gipfel

Wichtiges Signal in unruhigen Handelszeiten

Japan ist ein geopolitischer Schlüsselpartner für die EU ++ Japan ist zweitwichtigster Handelspartner der deutschen Chemie in Asien.

Der VCI zum „Economic Partnership Agreement" zwischen der EU und Japan: „In Zeiten zunehmender handelspolitischer Spannungen zwischen den USA, China und der EU ist es wichtiger denn je, dass sich Europa mit gleichgesinnten großen Wirtschaftsnationen eng verbindet und Perspektiven für freien Handel schafft.“ - Foto: © pavlofox/stock.adobe.com
Der VCI zum „Economic Partnership Agreement" zwischen der EU und Japan: „In Zeiten zunehmender handelspolitischer Spannungen zwischen den USA, China und der EU ist es wichtiger denn je, dass sich Europa mit gleichgesinnten großen Wirtschaftsnationen eng verbindet und Perspektiven für freien Handel schafft.“ - Foto: © pavlofox/stock.adobe.com

Die Unterzeichnung des Freihandelsabkommens zwischen der EU und Japan auf dem Gipfeltreffen in Tokio wertet Utz Tillmann, Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI), als äußerst positives und psychologisch wertvolles Zeichen für die europäische Wirtschaft: „In Zeiten zunehmender handelspolitischer Spannungen zwischen den USA, China und der EU ist es wichtiger denn je, dass sich Europa mit gleichgesinnten großen Wirtschaftsnationen eng verbindet und Perspektiven für freien Handel schafft.“ Der EU-Handelsministerrat hatte Anfang Juli den Weg zur Unterzeichnung des Abkommens freigemacht. Der VCI-Hauptgeschäftsführer setzt darauf, dass auch das Europäische Parlament dem Abkommen noch in dieser Legislaturperiode zustimmt, damit die Vereinbarungen so bald wie möglich angewendet werden können.

Angesichts der geopolitischen Herausforderungen sei es von besonderem Wert, dass zwei starke Industrieländer auf der Basis internationalen Rechts gemeinsam voranschreiten. Dadurch öffnen sich Märkte zum Vorteil von Verbrauchern und Unternehmen. Tillmann: „Gerade Japan, als bedeutender wirtschaftlicher Faktor im pazifischen Raum, ist ein Schlüsselpartner für die EU. Beide Seiten teilen viele gemeinsame Interessen – vom freien Handel über den Schutz geistigen Eigentums bis hin zu hohen Verbraucher- und Umweltschutzstandards.“ Tillmann wies allerdings auch darauf hin, dass das zwischen der EU und Japan vereinbarte Verfahren zur Überprüfung der Ursprungsregeln keine Blaupause für andere Handelsabkommen werden sollte.

Wichtiger Handelspartner für die Branche

Die deutsche Chemie- und Pharmaindustrie exportierte 2017 Waren im Wert von 4,5 Milliarden Euro nach Japan (rund 2,4 Prozent der Exporte). Umgekehrt kamen Chemieprodukte im Wert von über 2,8 Milliarden Euro aus Japan (2,2 Prozent der deutschen Chemie- und Pharmaeinfuhren). In Asien ist Japan damit zweitwichtigster Handelspartner der Branche nach China.

Mehr zum Thema


Der VCI vertritt die wirtschaftspolitischen Interessen von rund 1.700 deutschen Chemieunternehmen und deutschen Tochterunternehmen ausländischer Konzerne gegenüber Politik, Behörden, anderen Bereichen der Wirtschaft, der Wissenschaft und den Medien. Der VCI steht für mehr als 90 Prozent der deutschen Chemie. Die Branche setzte 2017 über 195 Milliarden Euro um und beschäftigte rund 453.000 Mitarbeiter.

Kontakt: VCI-Pressestelle, Telefon: 069 2556-1496, E-Mail: presse@vci.de
http://twitter.com/chemieverband und http://facebook.com/chemieverbandVCI

Für Fragen und Anregungen nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.

Ansprechpartner

Jürgen Udwari

E-Mail: udwari@vci.de