Zukünftiges Verhältnis zwischen Großbritannien und der EU

Volle Kraft voraus

Der Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU steht unmittelbar bevor. Die Übergangsfrist ist mit elf Monaten äußerst knapp bemessen. Wolfgang Große Entrup, Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI), ruft Brüssel und London auf, so schnell wie möglich in den Verhandlungsmodus zu schalten: „Aus wirtschaftlicher und geopolitischer Sicht ist eine enge Partnerschaft zwischen der EU und Großbritannien ein Muss.“

Der VCI ermuntert Brüssel und London dazu, so schnell wie möglich in den Verhandlungsmodus zu schalten, um relevante Aspekte der künftigen Beziehung rechtzeitig zu regeln. - Bild: © bluedesign/stock.adobe.com
Der VCI ermuntert Brüssel und London dazu, so schnell wie möglich in den Verhandlungsmodus zu schalten, um relevante Aspekte der künftigen Beziehung rechtzeitig zu regeln. - Bild: © bluedesign/stock.adobe.com

Große Entrup unterstreicht, dass ein dem Zeitdruck geschuldetes schlankes Freihandels- oder Industriegüterabkommen keine gute Grundlage für die Zukunft wäre: „Um alle relevanten Aspekte der künftigen Beziehung rechtzeitig zu regeln, hilft jetzt nur volle Kraft voraus. Mini-Deals sind keine tragfähige Lösung.“

Der VCI-Hauptgeschäftsführer betont, dass es aus Sicht der chemisch-pharmazeutischen Industrie und ihrer Kunden enorm wichtig ist, wenn Briten und EU auch in Zukunft eng bei der Chemikalienregulierung zusammenarbeiten. Große Entrup weiter: „Auch bei den neuen Themen des Green Deal dürfen die EU und das Vereinigte Königreich in Zukunft nicht mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten unterwegs sein.“

In der Pharmaindustrie sind das Vereinigte Königreich und die EU ebenfalls eng verflochten – etwa bei der Zulassung von Medikamenten und bei Fragen der Arzneimittelsicherheit. Für Große Entrup ist auch hier eine zukünftige weitgehende Harmonisierung wichtig: „Regelungen für Arzneimittel müssen unbürokratisch gegenseitig anerkannt werden.“

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