Gemeinsame Presseinformation von VCI, VDA, VDMA und ZVEI

„Versteigerung der 5G-Lizenzen muss der gesamten Industrie nutzen“

Zu den Plänen der Bundesnetzagentur, wie die bundesweiten Frequenzen für das neue 5G-Mobilfunknetz versteigert werden sollen, erklären die Industrieverbände VCI, VDA, VDMA und ZVEI:

Zusammen mit drei weiteren Industrieverbänden appelliert der VCI an die Bundesnetzagentur, die Versorgungsauflagen für die Anbieter des 5G-Mobilfunknetzes auch an Industriestandorten jeder Größe, Verkehrswegen und Landwirtschaft auszurichten. Eine Diensteanbieterverpflichtung sei notwendig. - Foto: © coffeekai/stock.adobe.com
Zusammen mit drei weiteren Industrieverbänden appelliert der VCI an die Bundesnetzagentur, die Versorgungsauflagen für die Anbieter des 5G-Mobilfunknetzes auch an Industriestandorten jeder Größe, Verkehrswegen und Landwirtschaft auszurichten. Eine Diensteanbieterverpflichtung sei notwendig. - Foto: © coffeekai/stock.adobe.com

„Die Industrie ist auf eine international wettbewerbsfähige digitale Infrastruktur angewiesen. Nur so werden Industrie 4.0, die Vernetzung zwischen den Fabriken und innovative Anwendungen, wie zum Beispiel vernetztes und automatisiertes Fahren, zu einer Erfolgsgeschichte und sichern Wachstum, Arbeitsplätze und Wohlstand in Deutschland und Europa. Überdies erhöht sich dadurch die Verkehrssicherheit und der Straßenverkehr wird flüssiger. Dafür benötigen große Unternehmen und insbesondere die mittelständische Industrie ein modernes 5G-Mobilfunknetz, das rasch aufgebaut werden muss.

Mit der Entscheidung, lokale Frequenzen zur Kommunikation innerhalb von Fabriken zu vergeben, hat die Bundesnetzagentur hier schon wichtige Voraussetzungen geschaffen.

Ein weiterer wichtiger Schlüssel sind Versorgungsauflagen. Der Vorschlag der Bundesnetzagentur, die Versorgungsauflagen nur an den Haushalten, an Bahnstrecken, an Autobahnen und Bundesstraßen auszurichten, greift zu kurz. Der industrielle Mittelstand, der Verkehr und auch die Landwirtschaft, die teils abseits der Ballungszentren liegen, dürfen nicht von der digitalen Zukunft abgekoppelt werden. Wir fordern daher eine Ausweitung auch auf Industriestandorte, Verkehrswege und Landwirtschaft – kleine und mittlere Unternehmen inbegriffen.

Entscheidend für Innovation und kosteneffiziente Bereitstellung von Leistungen ist der Wettbewerb um neue Ideen, neue Angebote und günstigere Preise – gerade auf dem Telekommunikationsmarkt. Damit der Wettbewerb bei 5G stärker in Gang kommt, ist eine Diensteanbieterverpflichtung notwendig.

Jetzt kann die Chance ergriffen werden, die Weichen für die Zukunft richtig zu stellen. Im Jahr 2025 laufen die Nutzungsrechte für Frequenzen im Bereich von 800 Megahertz aus. Spätestens dann ist die Zeit für eine flächendeckende 5G-Mobilfunkversorgung reif. Dies muss die Bundesnetzagentur bei Versteigerungen von 5G- und anderen Lizenzen bereits heute berücksichtigen.

Hinter der gemeinsamen Forderung der größten Industrieverbände Deutschlands stehen die Interessen von über 3 Millionen Industriearbeitsplätzen. Wir fordern die politischen Entscheidungsträger daher auf, ihre Entscheidung zur 5G-Versteigerung am Interesse der breiten Industrie auszurichten.“


Ansprechpartner für die Presse:

  • Verband der Chemischen Industrie (VCI)
    Pressekontakt: Manfred Ritz, Telefon: Telefon: +49 69 2556-1550, E-Mail: ritz@vci.de
  • Verband der Automobilindustrie (VDA)
    Pressekontakt: Eckehart Rotter, Telefon: +49 30 897 842-120, E-Mail: rotter@vda.de
  • Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA)
    Pressekontakt: Holger Paul, Telefon: +49 69 66 03-1922, E-Mail: holger.paul@vdma.org
  • ZVEI - Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie
    Pressekontakt: Nina Klimpel Maciel, Telefon: +49 69 6302-403, E-Mail: klimpel-maciel@zvei.org