Einigung der Bundesregierung

Erbschaftsteuer wird ein Verwaltungsmonster

Regelungen noch komplizierter und nur noch für Experten verständlich ++ Knappe Frist zur politischen Beratung macht dringend nötige inhaltliche Diskussionen unmöglich ++ Stundungsregeln des Erbfalles müssten aus Sicht des VCI auch für vorweggenommene Unternehmensübertragung gelten.

Die Bewertung von VCI-Hauptgeschäftsführer Utz Tillmann zur Einigung der Bundesregierung: „Die Erbschaftsteuer wird im neuen System ein Verwaltungsmonster.“ - Foto: © PeJo - Fotolia.com
Die Bewertung von VCI-Hauptgeschäftsführer Utz Tillmann zur Einigung der Bundesregierung: „Die Erbschaftsteuer wird im neuen System ein Verwaltungsmonster.“ - Foto: © PeJo - Fotolia.com

Die Einigung der Bundesregierung auf eine Reform der Erbschaftsteuer stößt beim Verband der Chemischen Industrie (VCI) auf Kritik. „Die Erbschaftsteuer wird im neuen System ein Verwaltungsmonster“, bewertete VCI-Hauptgeschäftsführer Utz Tillmann den Vorschlag der Koalition. Die Regelungen seien noch komplizierter geworden und ihr Inhalt nur noch für Experten verständlich. „Inhaltlich fällt die Einigung hinter den Kompromiss vom Jahresanfang zurück“, sagte Tillmann. „Das ist eine Lösung, die der Sache nicht gerecht wird.“

Der VCI kritisiert zudem die Form des politischen Beratungsprozesses. Für die Behandlung des Gesetzes in Bundestag und Bundesrat verbleibt weniger als ein Monat. Diese Frist sei der Ernsthaftigkeit der Aufgabe nicht angemessen. Sie schließe inhaltliche Diskussionen nahezu aus, die dringend nötig seien. So ist für den VCI völlig unverständlich, warum die Stundungsregeln des Erbfalles für die vorweggenommene Unternehmensübertragung nicht gelten sollen.


Der VCI vertritt die wirtschaftspolitischen Interessen von mehr als 1.650 deutschen Chemieunternehmen und deutschen Tochterunternehmen ausländischer Konzerne gegenüber Politik, Behörden, anderen Bereichen der Wirtschaft, der Wissenschaft und den Medien. Der VCI steht für mehr als 90 Prozent der deutschen Chemie. Die Branche setzte 2015 rund 189 Milliarden Euro um und beschäftigte über 446.000 Mitarbeiter.

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