Vor der Brexit-Abstimmung im britischen Unterhaus

Ungeordneter Brexit darf keine Option sein

Angesichts unklarer Lage müssen sich beide Seiten mit Hochdruck auf den Ernstfall eines ungeordneten Brexit vorbereiten ++ Chemie- und Pharmaindustrie und ihre Kunden von hartem Brexit besonders betroffen ++ Spezielle Übergangslösungen unverzichtbar.

VCI-Hauptgeschäftsführer Utz Tillmann: „Angesichts der unklaren Lage müssen sich beide Seiten mit Hochdruck auf den Ernstfall eines ungeordneten Brexit vorbereiten: Die Chemie- und Pharmaindustrie sowie ihre Kunden sind von einem harten Brexit besonders betroffen." - Foto: © Alexander/stock.adobe.com
VCI-Hauptgeschäftsführer Utz Tillmann: „Angesichts der unklaren Lage müssen sich beide Seiten mit Hochdruck auf den Ernstfall eines ungeordneten Brexit vorbereiten: Die Chemie- und Pharmaindustrie sowie ihre Kunden sind von einem harten Brexit besonders betroffen." - Foto: © Alexander/stock.adobe.com

Vor der erneuten Abstimmung im britischen Unterhaus zum weiteren Vorgehen beim Brexit appelliert der Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI), Utz Tillmann, an die britische Politik, den Stillstand zu beenden:

VCI-Hauptgeschäftsführer Utz Tillmann - Foto:
VCI-Hauptgeschäftsführer Utz Tillmann - Foto: © VCI/Fuest
„Die Abgeordneten sollten sich jetzt in erster Linie darauf konzentrieren, einen ungeordneten Brexit zu verhindern. Die Option einer Fristverlängerung kann nur Teil der Lösung sein, wenn damit ein klarer Fahrplan verbunden ist, wie sich der Worst Case verhindern lässt.“ Tillmann erhofft sich von den britischen Abgeordneten im Unterhaus mehrheitsfähige Lösungsvorschläge: „Um Schaden von Großbritannien und der EU abzuwenden, sollte sich die EU dann verhandlungsbereit zeigen, ohne den Binnenmarkt mit seinen vier Grundfreiheiten aufs Spiel zu setzen.“

Chemie und Pharma brauchen spezielle Übergangslösungen

Angesichts der unklaren Lage müssten sich beide Seiten, so Tillmann, mit Hochdruck auf den Ernstfall eines ungeordneten Brexit vorbereiten: „Die Chemie- und Pharmaindustrie sowie ihre Kunden sind von einem harten Brexit besonders betroffen. Bei einem Zusammenbrechen der Lieferketten reicht der Schaden aber weit über unsere Branche hinaus.“ Daher seien spezielle Übergangslösungen unverzichtbar, damit etwa die Arzneimittelversorgung in Großbritannien gesichert bleibt und der Handel mit Chemikalien nicht unterbrochen wird.


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