Chemie-Werkfeuerwehren ziehen Bilanz auf der Interschutz

TUIS: Jeden Tag im Einsatz

850 Mal leistete das Transport-Unfall-Informations- und Hilfeleistungssystem (TUIS) der deutschen chemischen Industrie im Jahr 2014 bei Transportunfällen mit Chemikalien bundesweit freiwillige Hilfe. Aus der aktuellen Einsatzstatistik geht hervor, in welchem Maß und an welchen Unfallorten öffentliche Gefahrenabwehrkräfte wie Feuerwehr oder Polizei die diversen Hilfeleistungen der Werkfeuerwehren in Anspruch genommen haben und welche regionalen Unterschiede es dabei gab.

Rolf Haselhorst, Vorsitzender des Arbeitskreises TUIS im VCI, bei der Vorstellung der TUIS-Einsatz-Statistik in Hannover: "Die Chemie-Werkfeuerwehren verstehen sich als Partner der öffentlichen Einsatzkräfte." - Foto: © VCI/Kaletta
Rolf Haselhorst, Vorsitzender des Arbeitskreises TUIS im VCI, bei der Vorstellung der TUIS-Einsatz-Statistik in Hannover: "Die Chemie-Werkfeuerwehren verstehen sich als Partner der öffentlichen Einsatzkräfte." - Foto: © VCI/Kaletta

850 Mal leistete das Transport-Unfall-Informations- und Hilfeleistungssystem (TUIS) der deutschen chemischen Industrie im Jahr 2014 bei Transportunfällen mit Chemikalien bundesweit freiwillige Hilfe. Dies geht aus der aktuellen Einsatz-statistik hervor, die Dipl.-Ing. Rolf Haselhorst, Vorsitzender des Arbeitskreises TUIS im Verband der Chemischen Industrie (VCI), heute in Hannover auf der Feuerwehrmesse „Interschutz“ vorgestellt hat. „Die Chemie-Werkfeuerwehren verstehen sich als Partner für die öffentlichen Einsatzkräfte. Und zwar besonders dann, wenn sie uns zu einem Einsatz mit Chemikalien anfordern“, sagte Haselhorst vor Journalisten.

Im Einzelnen gab es im vergangenen Jahr insgesamt 723 telefonische Beratungen (Stufe 1), 32 Beratungen durch Fachleute am Unfallort (Stufe 2) und 95 technische Hilfeleistungen am Unfallort (Stufe 3). Seit Gründung haben Feuerwehren und Polizei TUIS in über 30.000 Fällen genutzt.

Regional betrachtet findet fast jeder zweite TUIS-Einsatz in Nordrhein-Westfalen statt; 2014 waren es dort 353 Einsätze. Rheinland-Pfalz hat seit Jahren die zweit-häufigsten TUIS-Einsätze; 2014 waren es 208. In beiden Bundesländern geht die Gesamtzahl der Einsätze kontinuierlich zurück. Auf Platz drei steht mittlerweile Bayern mit 100 Einsätzen 2014, gefolgt von Hessen mit 64 Einsätzen. In Bayern stieg die Zahl der Einsätze seit drei Jahren deutlich.

Bei der Telefon-Beratung und der technischen Hilfeleistung galt es zu rund 50 Prozent im Lager und zu einem weiteren Drittel bei Unfällen auf den Straßen zu helfen. Anders bei der Fachberatung vor Ort: Hier dominiert die Straße mit 56 Prozent, in ein Lager wurde der TUIS-Fachberater nur in jedem vierten Einsatz gerufen.

Die häufigsten Arten der Hilfeleistung sind zu 41 Prozent das Abdichten, zu 27 Prozent das Umpumpen und zu 18 Prozent die Übernahme von Produkten.

Zum TUIS-Netzwerk zählen rund 130 Werkfeuerwehren und Spezialisten der chemischen Industrie. Die Hauptlast der TUIS-Einsätze wird nach der Statistik allerdings von einer kleineren Gruppe getragen: 15 Werkfeuerwehren meistern jährlich mehr als 10 Einsätze, und über lediglich zwei Leitstellen laufen jährlich jeweils mehr als 200 Einsätze.

Seit 1982 leistet TUIS bei Transport- und Lagerunfällen mit chemischen Produkten in Deutschland per Telefon oder am Unfallort fachliche Hilfe. Rund um die Uhr, jeden Tag im Jahr. Berufs- und Freiwillige Feuerwehren, Polizei oder andere Katastrophenschutzhelfer sowie die Deutsche Bahn können bei den TUIS-Werkfeuerwehren kostenlos telefonische Beratung (Stufe 1), Fachleute vor Ort (Stufe 2) und technische Hilfe (Stufe 3) anfordern. An TUIS sind rund 130 Chemieunternehmen mit ihren Werkfeuerwehren und Fachleuten beteiligt.

Hinweis:
Eine Grafik zur Entwicklung der TUIS-Einsätze in diversen Formaten sowie das ausführliche Statement von Rolf Haselhorst finden Sie im Downloadbereich im Kopf dieser Seite. Eine.Reihe druckfähiger Fotos für Ihre redaktionelle Berichterstattung finden Sie im kleinen "Medienkarussell" links oben.


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