VCI zum Besuch des US-Präsidenten auf der Hannover Messe

TTIP: Verhandlungen in diesem Jahr abschließen

Die chemische Industrie hofft, dass der Besuch von US-Präsident Obama auf der Hannover Messe den Verhandlungen über das transatlantische Freihandelsabkommen TTIP zusätzlichen Schwung verleiht. TTIP hat das Ziel, eine Freihandelszone ohne Zölle zu schaffen und könnte den Volkswirtschaften Wachstumsimpulse und den Verbrauchern sinkende Preise und eine größere Produktvielfalt verschaffen. VCI-Präsident Dekkers erinnerte daran, dass das Abkommen eine große Chance für Europa darstellt, die Globalisierung mit gemeinsamen Werten und hohen Standards mitzugestalten.

VCI-Präsident Dekkers: Die chemische Industrie hofft auf einen zügigen Abschluss der TTIP-Verhandlungen. Nach seiner Ansicht stellt das Freihandelsabkommen eine große Chance für Europa dar , die Globalisierung mit gemeinsamen Werten und hohen Standards mitzugestalten. - Foto: © Eric Berghen
VCI-Präsident Dekkers: Die chemische Industrie hofft auf einen zügigen Abschluss der TTIP-Verhandlungen. Nach seiner Ansicht stellt das Freihandelsabkommen eine große Chance für Europa dar , die Globalisierung mit gemeinsamen Werten und hohen Standards mitzugestalten. - Foto: © Eric Berghen

Die Verhandlungen über das transatlantische Freihandelsabkommen TTIP sollten noch in diesem Jahr zum Abschluss gebracht werden. Dies fordert der Verband der Chemischen Industrie (VCI) anlässlich des Besuchs von US-Präsident Obama auf der Hannover Messe.

„Der Besuch von Präsident Obama auf der Hannover Messe unterstreicht, dass es ihm ein Anliegen ist, dieses wegweisende Projekt noch in seiner Amtszeit abschließend zu verhandeln“, erklärte VCI-Präsident Marijn Dekkers. „Die chemische Industrie in ganz Europa steht hinter TTIP. Wir hoffen, dass von Hannover ein Signal ausgeht, das den Verhandlungen zwischen den USA und der EU zusätzlichen Schwung verleiht.“

Der transatlantische Handel hat aus Sicht des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI) enorme Bedeutung für die Volkswirtschaften in Europa und den USA. Ein erfolgreicher Abschluss des TTIP-Abkommens würde für beide Regionen Wachstumsimpulse setzen, weil es unnötige Bürokratie abbauen und dadurch Barrieren für Handel und Investitionen ausräumen würde. Die Verbraucher würden von sinkenden Preisen und größerer Produktvielfalt profitieren.

TTIP hat das Ziel, eine transatlantische Freihandelszone ohne Zölle zu schaffen. Die Zollsätze für chemische Produkte sind in den USA mit durchschnittlich 2,8 Prozent und in der EU mit durchschnittlich 4,6 Prozent zwar nicht mehr sehr hoch. Aber das enorme Handelsvolumen führt dazu, dass die deutschen Chemie-unternehmen derzeit 130 Millionen Euro Zollgebühren pro Jahr an die US-Staatskasse entrichten. Die USA stellen für Deutschlands drittgrößte Branche den weltweit wichtigsten Exportmarkt dar. 11,4 Prozent der deutschen Chemieausfuhren gehen aktuell dorthin. Das entsprach 2015 rund 20 Milliarden Euro. Der US-Anteil am Gesamtexport der Branche ist in den vergangenen Jahren stetig und dynamisch gewachsen.

Mit Blick auf Befürchtungen, dass Standards durch das Abkommen abgesenkt würden, stellte Dekkers klar: „Die regulatorische Autonomie der Staaten muss erhalten bleiben.“ Gleichzeitig stelle das Freihandelsabkommen eine große Chance für die EU dar, die Globalisierung mit gemeinsamen Werten und hohen Standards an der Seite ihres wichtigsten politischen Partners zu gestalten. „TTIP ermöglicht es Europa, faire Regeln für den globalen Handel und weltweite Investitionen mitzubestimmen“, so Dekkers.

Die USA stellen für Deutschlands drittgrößte Branche den weltweit wichtigsten Exportmarkt dar. 11,4 Prozent der deutschen Chemieausfuhren gehen aktuell dorthin. Das entsprach 2015 rund 20 Milliarden Euro. Der US-Anteil am Gesamtexport der Branche ist in den vergangenen Jahren stetig und dynamisch gewachsen.
Die USA stellen für Deutschlands drittgrößte Branche den weltweit wichtigsten Exportmarkt dar. 11,4 Prozent der deutschen Chemieausfuhren gehen aktuell dorthin. Das entsprach 2015 rund 20 Milliarden Euro. Der US-Anteil am Gesamtexport der Branche ist in den vergangenen Jahren stetig und dynamisch gewachsen. © VCI

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