VCI-Stellungnahme zur Anhörung „Forschungszulagengesetz“ im Finanzausschuss des Deutschen Bundestags

FuE-Förderung stärkt Standort Deutschland

09. September 2019 | Pressemitteilung

Langfassung zu diesem Dokument

Forschungszulagengesetz ist Anfang für eine moderne flexible Innovationsförderung für Unternehmen aller Größen ++ Kritisch sieht der VCI die Limitierung des Fördervolumens auf 500.000 Euro jährlich je Unternehmen ++ Verbesserungsbedarf außerdem bei der Auftragsforschung.

Nach Ansicht des VCI wird das Forschungszulagengesetz grundsätzlich zu einer Steigerung der Investitionen in Forschung und Entwicklung führen. Es ist aber fraglich, ob damit tatsächlich ein signifikanter Beitrag geleistet werden kann, um die FuE-Intensität in Deutschland bis 2025 auf 3,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu steigern. - Foto: © vfa / Martin-Joppen
Nach Ansicht des VCI wird das Forschungszulagengesetz grundsätzlich zu einer Steigerung der Investitionen in Forschung und Entwicklung führen. Es ist aber fraglich, ob damit tatsächlich ein signifikanter Beitrag geleistet werden kann, um die FuE-Intensität in Deutschland bis 2025 auf 3,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu steigern. - Foto: © vfa / Martin-Joppen

„Mit der geplanten Einführung einer steuerlichen Forschungsförderung für alle Unternehmen ist der Anfang einer modernen flexiblen Innovationsförderung gemacht. Das stärkt den heimischen Hightech-Standort im internationalen Wettbewerb“, sagt Utz Tillmann, Hauptgeschäftsführer des Verbands der Chemischen Industrie (VCI), anlässlich der öffentlichen Anhörung im Finanzausschuss des Deutschen Bundestags zum sogenannten Forschungszulagengesetz.

Nach Auffassung des Chemieverbands setzt der Regierungsentwurf einen positiven Rahmen, weil Unternehmen aller Größen in den Genuss dieser Förderung kommen können. Kritisch sieht der VCI allerdings die Limitierung des Fördervolumens auf 500.000 Euro jährlich je Unternehmen. In der VCI-Stellungnahme heißt es, dass das Gesetz zwar grundsätzlich zu einer Steigerung der Investitionen in Forschung und Entwicklung (FuE) führen werde. Aber es sei fraglich, ob damit auch tatsächlich ein signifikanter Beitrag geleistet werden kann, damit die FuE-Intensität in Deutschland bis 2025 auf 3,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts steigt.

Auch bei der Auftragsforschung sieht der VCI Verbesserungsbedarf. Hier sollte der Auftraggeber von der steuerlichen Forschungsförderung profitieren, da er das unternehmerische und finanzielle Risiko der FuE-Aktivitäten trägt. „Vor allem für kleine und mittelständische Betriebe hat die externe Forschung eine hohe Bedeutung. Sie haben häufig keine eigene Forschungsabteilung“, betont Tillmann.



Der VCI vertritt die wirtschaftspolitischen Interessen von über 1.700 deutschen Chemie- und Pharmaunternehmen sowie deutschen Tochterunternehmen ausländischer Konzerne gegenüber Politik, Behörden, anderen Bereichen der Wirtschaft, der Wissenschaft und den Medien. 2020 setzte die Branche knapp 190 Milliarden Euro um und beschäftigte rund 464.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Kontakt: VCI-Pressestelle, Telefon: 069 2556-1496, E-Mail: presse@vci.de
Der VCI auf Twitter und Der VCI auf LinkedIn

Kontakt

Für Fragen und Anregungen nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.

M.A. Monika von Zedlitz

Kontaktperson

M.A. Monika von Zedlitz

Responsible Care, Infrastruktur, Bildung, Anlagensicherheit/-genehmigung, Innovation