VCI zu Steuererhöhungsdebatten der SPD

Sargnagel für krisengebeutelte Unternehmen

30. Oktober 2020 | Pressemitteilung

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++ Erhöhung der Einkommensteuer würde mittelständische Wirtschaft massiv belasten. ++ Obere 10 Prozent der Einkommensteuerzahler tragen bereits weit über die Hälfte der Gesamtlast. ++

Die Unternehmen in Deutschland tragen bereits die höchste Steuerbelastung im weltweiten Vergleich der Industrieländer. - Foto: © (c) leroy131 - Fotolia.com
Die Unternehmen in Deutschland tragen bereits die höchste Steuerbelastung im weltweiten Vergleich der Industrieländer. - Foto: © (c) leroy131 - Fotolia.com

Der Verband der Chemischen Industrie e.V. (VCI) sieht die aktuelle Steuererhöhungsdebatte zur Finanzierung der staatlichen Corona-Hilfen extrem kritisch. Eine Erhöhung der Einkommensteuer würde auch alle Personenunternehmen und damit die mittelständische Wirtschaft treffen.

„Steuererhöhungen sind Gift für die Konjunktur. Sie widersprechen dem zugesagten Belastungsmoratorium. Gerade kleine und mittlere Unternehmen kämpfen derzeit mit gewaltigen Herausforderungen. Zusätzliche Steuerbelastungen wären mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Sargnagel für viele krisengebeutelte Betriebe“, warnt VCI-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Große Entrup.

Die Forderung, dass starke Schultern auch höhere Steuerbelastungen tragen sollen, ist längst erfüllt: Die oberen 10 Prozent der Einkommensteuerzahler tragen bereits weit über die Hälfte des Aufkommens. Dies belegt auch die aktuelle BDI/VCI-Studie der Steuerbelastung der Unternehmen in Deutschland. Darüber hinaus tragen die Unternehmen in Deutschland bereits die höchste Steuerbelastung im weltweiten Vergleich der Industrieländer. Große Entrup: „Wir zahlen bereits weltweit die höchsten Unternehmensteuern. Bauen wir diesen unrühmlichen Spitzenplatz weiter aus, verlieren wir mit Sicherheit unsere Position als Export-Weltmeister. Dieser Absturz wäre sehr schmerzhaft!“


Der VCI vertritt die wirtschaftspolitischen Interessen von über 1.700 deutschen Chemie- und Pharmaunternehmen sowie deutschen Tochterunternehmen ausländischer Konzerne gegenüber Politik, Behörden, anderen Bereichen der Wirtschaft, der Wissenschaft und den Medien. 2020 setzte die Branche knapp 190 Milliarden Euro um und beschäftigte rund 464.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

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