Aktionsplan Nanotechnologie 2020 der Bundesregierung

Rückenwind für deutsche Spitzenstellung in der Nanotechnologie

Chancen der Nanotechnologie nutzen und gleichzeitig mögliche Risiken für Mensch und Umwelt im Blick behalten ++ Regelungen für einen sicheren Umgang mit Nanomaterialien dürfen Innovationen und Wettbewerbsfähigkeit nicht behindern ++ Chemieverband befürwortet europäisches Nano-Observatory.

Die chemische Industrie teilt das Ziel der Bundesregierung, die Chancen und Potenziale der Nanotechnologie zu nutzen, ohne dabei mögliche Risiken für Mensch und Umwetl zu vernachlässigen. Daher engagiert sich die Branche in vielen Projekten zur Sicherheitsforschung. - Foto: © psdesign1 - Fotolia.com
Die chemische Industrie teilt das Ziel der Bundesregierung, die Chancen und Potenziale der Nanotechnologie zu nutzen, ohne dabei mögliche Risiken für Mensch und Umwetl zu vernachlässigen. Daher engagiert sich die Branche in vielen Projekten zur Sicherheitsforschung. - Foto: © psdesign1 - Fotolia.com

Mit ihrem „Aktionsplan Nanotechnologie 2020“ setzt die Bundesregierung aus Sicht der chemischen Industrie wichtige Impulse für den Erhalt der deutschen Spitzenstellung in diesem vielversprechenden Arbeits- und Forschungsgebiet. Gerd Romanowski, Geschäftsführer Wissenschaft, Technik und Umwelt im Verband der Chemischen Industrie (VCI), sagte zum Beschluss des Kabinetts: „Wir teilen das Ziel der Bundesregierung, die Chancen und Potenziale der Nanotechnologie zu nutzen, ohne dabei mögliche Risiken für Mensch und Umwelt zu vernachlässigen.“ Dazu tragen, so Romanowski, die vielfältigen Projekte zur Sicherheitsforschung bei, in denen sich deutsche Chemieunternehmen engagieren.

„Außerdem unterstützen wir das Vorhaben der Bundesregierung, angemessene regulatorische Rahmenbedingungen für einen sicheren Umgang mit Nanomateri-alien zu schaffen, ohne dabei Innovationen und die internationale Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands einzuschränken“, unterstrich Romanowski. Nur so könne der Standort seinem hervorragenden Ruf in der Nanotechnologie auch in Zukunft gerecht werden. Der VCI plädiert daher dafür, auf Basis der umfangreichen Erkenntnisse weltweiter Sicherheitsforschung sachgerechte Klarstellungen und Präzisierungen für Nanomaterialien in Vorschriften zum Schutz des Menschen und der Umwelt vorzunehmen. Das betrifft zum Beispiel einige Anhänge der europäischen Chemikalien-Verordnung REACH sowie die REACH-Leitfäden der europäischen Chemikalienbehörde ECHA. „Zu Recht weist die Bundesregierung darauf hin, dass Nanomaterialien nicht per se mit einem Risiko für Mensch und Umwelt verbunden sind. Bisher wurden keine neuen Wirkungen von Nanomaterialien auf die menschliche Gesundheit beschrieben“, machte der für Umwelt zuständige VCI-Geschäftsführer deutlich.

Romanowski verwies auch darauf, dass die deutsche Chemieindustrie den öffentlichen Dialog der Bundesregierung zu Nanomateralien unterstützt. Dazu gehören die Beteiligung der Branche am NanoDialog der Bundesregierung oder die Nano-Box des Fonds der Chemischen Industrie für den Chemieunterricht in Schulen, von der mittlerweile 40.000 Exemplare verteilt wurden, sowie Dialog-Veranstaltungen von Mitgliedsunternehmen. Damit mehr Transparenz über den Einsatz von Nanomaterialien entsteht, befürwortet der VCI das geplante europäische Nano-Observatory, das bereits bestehende Datenbestände zusammenfasst. Zusätzliche Kennzeichnungspflichten und Produktregister einschließlich entsprechender Meldepflichten lehnt der VCI jedoch ab.

Nanomaterialien bieten vielfältige Chancen zum Nutzen von Mensch und Umwelt. Sie weisen häufig neuartige mechanische, optische, elektrische und thermische Eigenschaften auf und eröffnen dadurch innovative Anwendungsmöglichkeiten in den Bereichen Automobil, Energie, Information und Kommunikation, Textil, Bau, Farben und Pharma. Rund 80 Prozent künftiger Nano-Anwendungen dürften nach Einschätzung des VCI in den Bereichen Energieerzeugung und -nutzung, Klimaschutz und Ressourcenschonung liegen.

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