VCI zum Entwurf des neuen Bundesverkehrswegeplans

Richtiger Kurs, aber Engpässe bleiben

In einer ersten Einschätzung bewertet der VCI den Entwurf des Planes als durchwachsen. So begrüßt Gerd Deimel, Sprecher der VCI-Initiative Verkehrsinfrastruktur, die Pläne zur besseren Anbindung der Seehäfen an das Hinterland. Zusammen mit anderen Maßnahmen bestehe so die Möglichkeit, das Binnenschiff stärker als bisher zu nutzen. Aus Sicht der chemischen Industrie fehlen aber auch noch wichtige Projekte. Außerdem plädiert der VCI für die Gründung einer Infrastrukturgesellschaft, die für die nötige Qualität bei der Umsetzung des Planes sorgen könne.

Als durchwachsen bezeichnet der Verband der Chemischen Industrie (VCI) den heute vorgestellten Entwurf des neuen Bundesverkehrswegeplans. Dies macht Gerd Deimel, Sprecher der VCI-Initiative Verkehrsinfrastruktur, in einer ersten Einschätzung deutlich.

„Erfreulich ist, dass mit der Priorisierung von Projekten der bundesweite Gedanke im Vordergrund steht. Auch die Anbindung der Seehäfen an das Hinterland hat an Bedeutung gewonnen. Die Erweiterung des Wesel-Datteln-Kanals, der Ausbau der Schleusen auf den Flüssen Neckar und Mosel sowie die Verbesserung der Abladesituation auf dem Rhein im Mittelrheingebiet sowie zwischen Duisburg und Köln als vorrangig einzustufen, ist der richtige Kurs. Denn damit besteht die Mög-lichkeit, das Binnenschiff stärker als bislang zu nutzen. Mit dem geplanten Ausbau der Schienenanbindung zum Chemiepark in Burghausen werden ebenso wichtige Weichen gestellt.“

Aus Sicht der chemischen Industrie fehlen jedoch wichtige Projekte, die für den Erhalt und Ausbau einer leistungsfähigen, wettbewerbsfähigen Infrastruktur im Industrieland Deutschland notwendig sind. So vermisst Deimel noch die Optimierung der Abladesituation des Rheins bis Koblenz, die bessere Anbindung an den Hafen Antwerpen (Eiserner Rhein) sowie den Ausbau der Schienenstrecke Münster-Lünen, um die Nordhäfen besser an den Westen anzubinden. Der Sprecher der VCI-Verkehrs-infrastrukturinitiative setzt sich außerdem für die Gründung einer Infrastrukturgesellschaft ein. Denn davon hänge entscheidend die Qualität der Umsetzung des Bundesverkehrswegeplans ab.

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