17 Wirtschaftsverbände fordern Angleichen des Gesamtgewichts für LKW

Millionen LKW-Fahrten vermeidbar

Die „Initiative Verkehrsentlastung“, ein Bündnis von 17 Wirtschaftsverbänden, setzt sich für eine Angleichung des zulässigen Gesamtgewichts bei Lastkraftwagen (LKW) von 40 auf 44 Tonnen ein, wie es bereits im Kombinierten Verkehr möglich ist. Insgesamt könnten sich so mehrere Millionen LKW-Fahrten jährlich einsparen lassen, heißt es in ihrem heute veröffentlichten gemeinsamen Positionspapier „Logistik-Engpässe bekämpfen – zulässiges LKW-Gesamtgewicht angleichen“.

Die „Initiative Verkehrsentlastung" von 17 Wirtschaftsverbänden setzt sich dafür ein, das zulässige LKW-Gesamtgewicht gemäß dem Kombinierten Verkehr auf 44 Tonnen anzugleichen - Millionen LKW-Fahrten ließen sich dadurch einsparen. - Foto: © iStockphoto.com/gilles lougassi
Die „Initiative Verkehrsentlastung" von 17 Wirtschaftsverbänden setzt sich dafür ein, das zulässige LKW-Gesamtgewicht gemäß dem Kombinierten Verkehr auf 44 Tonnen anzugleichen - Millionen LKW-Fahrten ließen sich dadurch einsparen. - Foto: © iStockphoto.com/gilles lougassi

Diese Optimierung des Gesamtgewichts wäre mit einem insgesamt geringeren Kraftstoffverbrauch und einem verminderten Ausstoß von CO2 verbunden. Damit könnte der Verkehrssektor einen erheblichen Beitrag zum Erreichen der Klimaziele leisten“, unterstreicht Andrea Heid, Bereichsleiterin Umweltschutz und Verkehr im Verband der Chemischen Industrie (VCI) sowie Mitglied der Initiative Verkehrsentlastung.

Richard Steinkamp, Vorsitzender des Verkehrs- und Zollausschusses der WirtschaftsVereinigung Metalle (WVMetalle) und Mitglied der Initiative Verkehrsentlastung, sagt: „Um auch zukünftig eine leistungsfähige Straßeninfrastruktur zu haben, müssen wir alle Möglichkeiten der Verkehrsreduktion und-effizienz nutzen. Die Angleichung wäre eine kluge Maßnahme, um die Straßen zu entlasten und einen Verkehrsinfarkt zu verhindern“, so Steinkamp weiter.

Weniger Transporte bei gleichem Güteraufkommen können außerdem den zunehmenden Mangel an qualifizierten Fahrern entschärfen. Die bereits heute erreichte Kapazitätsgrenze des vielfach überlasteten Fernstraßennetzes könnte sich dadurch entspannen. „Von 2010 bis 2030 ist ein weiteres Wachstum des Straßengüterverkehrs allein um 39 Prozent prognostiziert. Der Bedarf an Fahrern wird also noch steigen“, so Andrea Heid und fordert: „Die Politik muss dringend handeln, um auf diese Entwicklung zu reagieren.“

Hinweis:
Das Positionspapier der Initiative finden Sie im Download-Bereich im Kopf dieser Seite - oder über den Mehr-zum-Thema-Link unten.


Zur Initiative Verkehrsentlastung gehören unter anderem folgende Verbände: Bundesverband Baustoffe – Steine und Erden, Bundesverband der Agrargewerblichen Wirtschaft, Verband der Chemischen Industrie, Verband Deutscher Papierfabriken, WVMetalle und Wirtschaftsvereinigung Stahl. Das Bündnis steht für rund 1,2 Millionen Beschäftigte und einen Umsatz von rund 617 Milliarden Euro.


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