EU-Kommission stellt Regelungspaket zur Circular Economy vor

Langer Weg zur Kreislaufwirtschaft

Die EU befasst sich künftig intensiver mit der Frage, wie eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft in Europa etabliert werden kann. Der VCI betont, dass die Umsetzung des ambitionierten Paketes viele einzelne Schritte benötigen wird. Im Bereich Abfallrecht unterstützt er eine europaweite Umsetzung von vorhandenen Regelungen zur Entsorgung, wobei besonders beim Thema Deponierung noch Nachholbedarf zugunsten des Recyclings oder der energetischen Verwertung herrsche. Beim Thema Ökodesign brauche es Vorgaben, auf die sich die Industrie entlang der Wertschöpfungsketten einstellen könne.

Der VCI zu dem von der EU-Kommission vorgestellten Paket: „Auf dem Weg zu einer Kreislaufwirtschaft in Europa mit einer nachhaltigeren Verwertung von Abfällen werden gesetzliche Regelungen benötigt, die auch die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Chemieunternehmen erhalten." - Foto: © European Commission
Der VCI zu dem von der EU-Kommission vorgestellten Paket: „Auf dem Weg zu einer Kreislaufwirtschaft in Europa mit einer nachhaltigeren Verwertung von Abfällen werden gesetzliche Regelungen benötigt, die auch die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Chemieunternehmen erhalten." - Foto: © European Commission

Eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft in der EU kann die Chancen der Chemie- und Pharmaindustrie auf mehr Wachstum verbessern. Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) begrüßt daher, dass sich die EU mit diesem Thema künftig intensiver befassen wird. Zu dem heute in Brüssel von der Kommission vorgestellten Gesetzespaket sagte VCI-Hauptgeschäftsführer Utz Tillmann: „Die EU hat ein ambitioniertes Ziel gesetzt. Die Umsetzung wird viele einzelne Schritte benötigen. Auf dem Weg zu einer Kreislaufwirtschaft in Europa mit einer nachhaltigeren Verwertung von Abfällen werden gesetzliche Regeln benötigt, die auch die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Chemieunternehmen erhalten.“

Im Bereich Abfallrecht, der einen großen Teil im Kreislaufwirtschaftspaket ausmacht, unterstützt der VCI eine europaweite Umsetzung von vorhandenen Regelungen zur Abfallentsorgung. Insbesondere beim Thema Deponierung herrscht hier noch Nachholbedarf. Tillmann betonte: „Durch zu viel Deponierung gehen der EU-Wirtschaft wertvolle Ressourcen verloren. Es würde mehr Sinn machen, diese Stoffe dem Recycling oder der energetischen Verwertung zuzuführen, sofern sie dafür geeignet sind.“ Dies trage dazu bei, Öl und Erdgas für die Herstellung von Alltagsgütern einzusparen. „Wir wünschen uns, dass dieser Aspekt im nun folgenden Verfahren weiterhin berücksichtigt wird.“

Auch beim Thema Ökodesign von Produkten bietet der VCI der EU-Kommission den Dialog an. Produkte der chemischen Industrie helfen schon heute, in vielen Bereichen Ressourcen einzusparen. Ein großes Potenzial hat auch die industrielle Biotechnologie für die Verarbeitung von Biomasse zu Stoffen, die in Alltagsprodukten verwendet werden. „Ökodesign-Vorgaben zur Gestaltung von Produkten sind so zu verfassen, dass sich die Industrie entlang der Wertschöpfungsketten darauf einstellen kann“, erklärte der Hauptgeschäftsführer des VCI.


Der VCI vertritt die wirtschaftspolitischen Interessen von mehr als 1.650 deutschen Chemieunternehmen und deutschen Tochterunternehmen ausländischer Konzerne gegenüber Politik, Behörden, anderen Bereichen der Wirtschaft, der Wissenschaft und den Medien. Der VCI steht für mehr als 90 Prozent der deutschen Chemie. Die Branche setzte 2014 über 190 Milliarden Euro um und beschäftigte 444.800 Mitarbeiter.

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