Fonds der Chemischen Industrie unterstützt Provadis Hochschule

Knapp 38.000 Euro für mehr Experimente in der Bioverfahrenstechnik

Wie man von Mikroorganismen hergestellte Produkte aufarbeiten und dies in industriellen Anlagen umsetzen kann, das können angehende Chemie- und Bioingenieure der Provadis Hochschule in Frankfurt nun mit Hilfe zweier High-Tech-Geräte aus den Mitteln des Förderwerks der Chemie praktisch üben. Eine anspruchsvolle experimentelle Ausbildung in den Biologie- und Chemiestudiengängen sieht die Branche als klaren Wettbewerbsvorteil des Hochschulstandorts Deutschland.

Der Fonds der Chemischen Industrie unterstützt die Provadis Hochschule in Frankfurt dabei, die experimentelle Ausstattung für die moderne Bioverfahrenstechnik zu verbessern. Auf dem Foto von links: Heike Blaum und Gregor Disson, VCI-Landesverband Hessen; Dr. Gerd Schlechtriemen, VCI; Professor Dr. Rolf Schauder, Professor Dr. Thomas Bayer und Ronja Arndt von der Provadis Hochschule. - Foto: © Provadis Hochschule
Der Fonds der Chemischen Industrie unterstützt die Provadis Hochschule in Frankfurt dabei, die experimentelle Ausstattung für die moderne Bioverfahrenstechnik zu verbessern. Auf dem Foto von links: Heike Blaum und Gregor Disson, VCI-Landesverband Hessen; Dr. Gerd Schlechtriemen, VCI; Professor Dr. Rolf Schauder, Professor Dr. Thomas Bayer und Ronja Arndt von der Provadis Hochschule. - Foto: © Provadis Hochschule




Pressemitteilung des
Fonds der Chemischen Industrie im
Verband der Chemischen Industrie e.V.

Eine Finanzspritze in Höhe von exakt 37.980 Euro erhält die Provadis Hochschule in Frankfurt vom Fonds der Chemischen Industrie, dem Förderwerk der Branche. Mit diesem Betrag kann die Ausstattung des Laborpraktikums in der Bioverfahrenstechnik erweitert werden. Gregor Disson, Geschäftsführer des Landesverbandes Hessen im Verband der Chemischen Industrie, sagte anlässlich der Scheckübergabe: „Wir sehen in einer anspruchsvollen experimentellen Ausbildung in den Biologie- und Chemiestudiengängen einen klaren Wettbewerbsvorteil des Hochschulstandortes Deutschland. Die Stärkung dieses Gütesiegels der naturwissenschaftlichen Ausbildung liegt uns sehr am Herzen.“ Hessen brauche mit seiner technologisch und wirtschaftlich dynamischen Biotechnologie- und Pharmabranche gerade in der Metropolregion Rhein-Main attraktive Studienangebote, damit die Hochschulbildung international wettbewerbsfähig bleibt. Disson sagte: „Für die Chemie- und Pharmaunternehmen sind bestens ausgebildete und motivierte Fachkräfte ein wichtiger Erfolgsfaktor. Sie schätzen gerade die Qualifikationen der Absolventen aus den anwendungsorientierten MINT-Studiengängen, die von Universities of Applied Sciences wie der Provadis Hochschule angeboten werden.“

Mit den Mitteln des Fonds finanziert die Provadis Hochschule zwei High-Tech-Geräte für ihr Biotechnikum. Mit Hilfe des Tangential-Filtrationssystems werden Mikroorganismen, wie Hefen oder Bakterien, in ihrem Kulturmedium konzentriert. Anschließend können die Zellen im Hochdruckhomogenisator aufgeschlossen werden. So werden die von den Zellen produzierten Stoffe für eine weitere Aufarbeitung zugänglich. „Ein Förderprogramm für Hochschulen des Fonds der Chemischen Industrie hat die Anschaffung dieser Geräte ermöglicht“, dankte Prof. Dr. Thomas Bayer, Dekan des Fachbereichs Chemieingenieurwesen, den Vertretern des Fonds bei der offiziellen Scheckübergabe.

Studierende der Provadis Hochschule im Industriepark Höchst erlernen mit den neuen Geräten wichtige Schritte der biotechnischen Herstellung von Produkten, beispielsweise für die Pharmaindustrie, den Pflanzenschutz oder die Lebensmitteltechnik. Sie kommen künftig bei den bioverfahrenstechnischen Praktika der Bachelorstudiengänge „Chemical Engineering“ und „Biopharmaceutical Science“ zum Einsatz. „Bisher konnten die Studierenden in den Praktika nur die Vermehrung der Mikroorganismen optimieren, die die gewünschten Produkte herstellen sollen. Nun können sie auch die weiteren Schritte der Aufarbeitung erlernen“, erläutert Prof. Dr. Rolf Schauder, Leiter des Studiengangs Biopharmaceutical Science. Mit den in dem Praktikum gesammelten Daten und Erfahrungen können die angehenden Chemie- und Bioingenieure dann industrielle Anlagen planen und betreuen.

Hinweis:
Zwei Fotos von der Scheckübergabe in druckfähiger Aufllösung finden Sie im Download-Bereich im Kopf dieser Seite.


Der Fonds der Chemischen Industrie wurde 1950 gegründet und ist das Förderwerk des Verbandes der Chemischen Industrie. Er stellt 2016 knapp 11 Millionen Euro für die Grundlagenforschung, den wissenschaftlichen Nachwuchs und den Chemieunterricht an Schulen zur Verfügung. Weitere Informationen finden Sie unter www.vci.de/fonds .

Kontakt: VCI-Pressestelle, Telefon: 069 2556-1496, E-Mail: presse@vci.de
Hinweis: Nachrichten des VCI auch auf Twitter: http://twitter.com/chemieverband

Für Fragen und Anregungen nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.

Ansprechpartner

Dipl.-Pol. Oliver Claas

E-Mail: claas@vci.de