Anstieg der EEG-Umlage kontraproduktiv

Klimaschutz braucht niedrigen Strompreis

2020 wird die EEG-Umlage für den Ausbau erneuerbarer Energien erneut teurer. Das ist keine gute Voraussetzung für mehr Klimaschutz, sagt VCI-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Große Entrup.

Der Anstieg der EEG-Umlage für 2020 setzt den falschen Trend. Für erfolgreichen Klimaschutz braucht es niedrige Strompreise, sagt VCI-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Große Entrup. - Foto: © marcus_hofmann/stock.adobe.com
Der Anstieg der EEG-Umlage für 2020 setzt den falschen Trend. Für erfolgreichen Klimaschutz braucht es niedrige Strompreise, sagt VCI-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Große Entrup. - Foto: © marcus_hofmann/stock.adobe.com

Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) bewertet den Anstieg der EEG-Umlage für 2020 um 0,35 Cent als kontraproduktiv für den Klimaschutz. VCI-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Große Entrup sagte: „Erst gerade hat unsere VCI-Studie zur Treibhausgasneutralität gezeigt, dass Klimaschutz international wettbewerbsfähige Strompreise braucht. Der Anstieg bei der EEG-Umlage setzt den falschen Trend. Die Strompreise müssen runter statt rauf.“ Klimaschutz und die Energiewende sind eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, für die sich der Staat finanziell stärker einbringen müsse, betonte Große Entrup. Positiv sei das Signal der Politik im Klimaschutzpaket 2030, in eine staatliche Finanzierung des Ausbaus erneuerbarer Energien einzusteigen.

Wolfgang Große Entrup. - Foto:
Wolfgang Große Entrup. - Foto: © VCI/Döring
Der VCI-Hauptgeschäftsführer sagte: „Wir brauchen eine energiepolitische Gesamtstrategie, die sowohl den geordneten weiteren Ausbau als auch eine Kostendegression für erneuerbaren Strom sicherstellt.“ Laut der neuen VCI-Studie zur Treibhausgasneutralität der Chemie sind emissionsfreie Technologien zur Herstellung von Basischemikalien bis 2050 wirtschaftlich nur möglich, wenn große Mengen erneuerbaren Stroms zu wettbewerbsfähigen Preisen zur Verfügung stehen.

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