EU-Chemikalienstrategie

Innovationen der Chemie brauchen Planungssicherheit

Nach Veröffentlichung der europäischen „Chemikalienstrategie für Nachhaltigkeit“ weist der Verband der Chemischen Industrie (VCI) darauf hin, dass die Branche Stabilität im Chemikalienrecht benötigt – besonders jetzt in der Corona-Krise.

Die Chemikalienverordnung REACH bietet schon heute alle Möglichkeiten, um problematische Stoffe zu identifizieren und falls notwendig zu regulieren. - Bild: © (c) Africa Studio-Fotolia.com
Die Chemikalienverordnung REACH bietet schon heute alle Möglichkeiten, um problematische Stoffe zu identifizieren und falls notwendig zu regulieren. - Bild: © (c) Africa Studio-Fotolia.com

Gerd Romanowski, VCI-Geschäftsführer Technik und Umwelt: „Innovationen aus der Chemie brauchen Planungssicherheit. Dann können unsere Unternehmen mit ihren Produkten die Umsetzung der ambitionierten Ziele des Green Deals bestmöglich unterstützen. Die Weiterentwicklung des Chemikalienrechts braucht daher Augenmaß. Sie sollte sich auch künftig auf die sichere und nachhaltige Verwendung von chemischen Stoffen konzentrieren.“

Besonders wichtig ist aus Sicht des VCI der in der Strategie angekündigte hochrangige Runde Tisch. Romanowski: „Wir erwarten uns hier einen konstruktiven und ergebnisoffenen Dialog, bevor konkrete Vorschläge zur Änderung von Vorschriften gemacht werden.“ Dieser Runde Tisch soll sich laut Kommission darauf konzentrieren, wie die Chemikaliengesetzgebung effizienter und wirksamer gestaltet werden kann und die Auswirkungen der Maßnahmen der Chemikalienstrategie überwachen.

Die von der EU-Kommission angestrebte stärkere Autonomie Europas, zum Beispiel bei der Versorgung mit Arznei- und Desinfektionsmitteln, werde nur gelingen, so der VCI, wenn die Resilienz der europäischen Chemieproduktion gestärkt wird und alle benötigten Chemikalien auch zukünftig zur Verfügung stehen.

Die Chemikalienverordnung REACH bietet schon heute alle Möglichkeiten, um problematische Stoffe zu identifizieren und falls notwendig zu regulieren. Zuletzt hatte die EU-Kommission 2018 in ihrem jüngsten REACH-Review-Bericht festgestellt, dass die europäische Chemikalienverordnung grundsätzlich gut funktioniert und geeignet ist, ein hohes Schutzniveau für Mensch und Umwelt sicherzustellen. Heute hat die Brüsseler Behörde eine „Chemikalienstrategie für Nachhaltigkeit“ als Teil ihres „Green Deals“ veröffentlicht. Darin listet sie zahlreiche geplante Maßnahmen zur Neuausrichtung des europäischen Chemikalienrechts in den kommenden Jahren auf.


Der VCI vertritt die wirtschaftspolitischen Interessen von rund 1.700 deutschen Chemieunternehmen und deutschen Tochterunternehmen ausländischer Konzerne gegenüber Politik, Behörden, anderen Bereichen der Wirtschaft, der Wissenschaft und den Medien. 2019 setzte die Branche über 198 Milliarden Euro um und beschäftigte rund 464.000 Mitarbeiter.

Kontakt: VCI-Pressestelle, Telefon: 069 2556-1496, E-Mail: presse@vci.de
Der VCI auf Twitter und Der VCI auf LinkedIn

Für Fragen und Anregungen nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.

Ansprechpartner

Stud. Ass. Manfred Ritz

E-Mail: ritz@vci.de