VCI sieht Beschlüsse des EU-Gipfels größtenteils positiv

Historische Chance für Freihandel und gemeinsamen Energiemarkt

VCI-Hauptgeschäftsführer Utz Tillmann begrüßt die Absicht der EU, die TTIP-Verhandlungen möglichst rasch abzuschließen. Die Zusammenarbeit auf regulatorischer Ebene würde für die Chemie dauerhaft positive Impulse setzen, ohne die EU-Standards für Chemikaliensicherheit anzutasten. Bei der Energieunion hätte ein stärkerer Fokus auf die Wettbewerbsfähigkeit und global wirksamen Klimaschutz gelegt werden müssen.

Der Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI), Utz Tillmann, nimmt Stellung zu Beschlüssen des EU-Gipfels in Brüssel:

Transatlantisches Freihandelsabkommen (TTIP)

Tillmann: „Ich begrüße die Absicht der Staats- und Regierungschefs, die Verhandlungen möglichst rasch abzuschließen. Das ist ein wichtiges politisches Signal in der aufgeheizten TTIP-Debatte. Das Abkommen kann ein wichtiger Baustein zum Wiedererstarken der europäischen Wirtschaft werden. Diese historische Chance sollten wir nutzen. Ein ehrgeiziger Vertrag zwischen der EU und den USA könnte völlig neue Perspektiven für die transatlantischen Wirtschaftsbeziehungen schaffen. Die langfristig angelegte Zusammenarbeit auf regulatorischer Ebene wäre ein entscheidender Vorteil, der für die deutsche Chemieindustrie dauerhafte Impulse setzen könnte. Dabei bleiben die durch REACH in der EU gesetzten Standards für die Chemikaliensicherheit unangetastet.“

Energieunion

„Die Energieunion ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem EU-Binnenmarkt für Energie. Richtig ist, dass wir auf europäischer Ebene viele Energiefragen wie Versorgungssicherheit und steigende Kosten lösen können, die die Einzelstaaten selbst nicht in den Griff bekommen. Die Staats- und Regierungschefs hätten allerdings einen stärkeren Fokus auf die Wettbewerbsfähigkeit legen müssen: Klimaschutz ist nicht nur eine europäische Angelegenheit, sondern muss global organisiert werden. Derzeit wird die Wirtschaft in der EU hier einseitig belastet.“


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