Weltweites Firmen-Netzwerk unterstützt Maßnahmen gegen Plastikmüll

Globale Allianz gegen Kunststoffabfall in der Umwelt

Rund 30 international tätige Unternehmen der Wertschöpfungskette Kunststoff bündeln Wissen und finanzielle Mittel ++ Allianz AEPW will rund 1,5 Milliarden Dollar für Maßnahmen bis 2024 investieren ++ Deutsche Unternehmen aus der chemischen Industrie beteiligt ++ Fokus auf vier Handlungsfelder, um Plastikmüll in der Umwelt zu vermeiden.

AEPW: Die neue, internationale Allianz von Industrie und Handel stellt sich ihrer Verantwortung für einen nachhaltigen Umgang mit Verpackungsmaterialien. Dazu bündelt sie spezifisches Know-how, ein globales Netzwerk sowie finanzielle Mittel. - Bild: © AEPW
AEPW: Die neue, internationale Allianz von Industrie und Handel stellt sich ihrer Verantwortung für einen nachhaltigen Umgang mit Verpackungsmaterialien. Dazu bündelt sie spezifisches Know-how, ein globales Netzwerk sowie finanzielle Mittel. - Bild: © AEPW

Rund 30 global tätige Unternehmen aus verschiedenen Kontinenten haben sich heute in London zur „Allianz gegen Plastikmüll in der Umwelt“ (Alliance to End Plastic Waste, AEPW) zusammengeschlossen. Vertreten sind Chemieproduzenten, Kunststoffhersteller, Unternehmen aus der Konsumgüterindustrie, dem Handel und der Abfallwirtschaft. Damit ist ein großer Teil der Wertschöpfungskette Kunststoff eingebunden.

Ziel der Organisation ist es, Lösungen und neue Technologien zu entwickeln, mit denen sich die unkontrollierte Entsorgung von Kunststoffen weltweit stoppen lässt. In entsprechende Projekte für Recycling, Wiederverwertung und Sammlung von Kunststoffabfällen sowie Reinigungsaktionen und Information will die Allianz in den nächsten fünf Jahren 1,5 Milliarden Dollar investieren. Von den Chemieunternehmen, deren Konzernzentralen in Deutschland angesiedelt sind, beteiligen sich BASF, Covestro und Henkel an der Initiative.

VCI-Präsident Hans Van Bylen
VCI-Präsident Hans Van Bylen
„Kunststoffe sind sehr leistungsfähige, vielseitig einsetzbare und ressourcenschonende Materialien. Sie dürfen aber nicht als Abfall ins Meer oder in die Umwelt gelangen. Die internationale Allianz von Industrie und Handel will konkrete Lösungen für diese große Herausforderung vorantreiben. Dafür sollen spezifisches Know-how, ein globales Netzwerk sowie finanzielle Mittel gebündelt werden“, betont Hans Van Bylen, Vorstandsvorsitzender von Henkel und Präsident des VCI.

Die AEPW arbeitet vom Start weg mit dem Weltwirtschaftsrat für Nachhaltige Entwicklung (WBCSD) als strategischem Partner sowie dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) zusammen.

„Als Verband begrüßen wir diese Initiative. Die chemische Industrie in Deutschland steht für innovative Lösungen, um den nachhaltigen und verantwortungsvollen Umgang mit Verpackungsmaterial zu stärken“, erklärt Hans Van Bylen.

Die AEPW will ihre Aktivitäten zunächst auf die Regionen konzentrieren, die hauptsächlich für den Eintrag von Plastikmüll in die Weltmeere verantwortlich sind: Asien-Pazifik und Afrika. Dort will die Allianz mit Regierungen und Verwaltungen auf unterschiedlichen Ebenen und mit Partnern aus der Zivilgesellschaft zusammenarbeiten. Untersuchungen haben gezeigt, dass rund 90 Prozent des Kunststoffabfalls über zehn Flüsse in die Weltmeere gelangen. Acht der Fließgewässer liegen in Asien, zwei in Afrika. Andere Forschungsergebnisse belegen, dass sich 60 Prozent des marinen Plastikmülls fünf Ländern in Südostasien als Ursprung zuordnen lassen.

In vier Bereichen will die als NGO operierende Allianz Fortschritte erzielen, um die unkontrollierte Entsorgung von Abfällen in die Umwelt in den am meisten betroffenen Weltregionen zu stoppen: Aufbau und Optimierung einer Infrastruktur für das Sammeln und Behandeln von Abfällen; Innovation von Materialien, Verpackungsdesign und Recyclingtechnologien; Aufklärung von und Zusammenarbeit mit Verbrauchern, Gemeinden, Wirtschaft und Regierungen; Reinigung von Gebieten mit besonders viel Plastikmüll.

Gründungsmitglieder der Allianz AEPW:

BASF, Berry Global, Braskem, Chevron Phillips Chemical Company LLC, Clariant, Covestro, Dow, DSM, ExxonMobil, Formosa Plastics Corporation USA, Henkel, LyondellBasell, Mitsubishi Chemical Holdings, Mitsui Chemicals, NOVA Chemicals, OxyChem, PolyOne, Procter & Gamble, Reliance Industries, SABIC, Sasol, SUEZ, Shell, SCG Chemicals, Sumitomo Chemical, Total, Veolia und Versalis (Eni).

Der Livestream aus London zum Launch der AEPW kann hier "nachgeschaut" werden (Dauer: 42:34 Minuten):

Broadcast zum Launch der Initiative „Alliance to End Plastic Waste" (AEPW) - Copyright: AEPW

Weitere Informationen und Materialien auf der Website der Allianz:: www.endplasticwaste.org .

Hinweis:
Ein Faktenblatt zur Initiative (in englischer Sprache) sowie die Original-Pressemitteilung der AEPW vom 16. Januar 2019 in englischer Sprache und deutscher Übersetzung finden Sie im Download-Bereich im Kopf dieser Seite („Ergänzende Downloads").

Videos zu Hintergrund und Zielen der Allianz

Zur globalen Allianz AEPW mit Statements der Mitglieder in englischer Sprache (Dauer: 2:47 Minuten) - Copyright: AEPW

Zu den Zielen der Allianz AEPW (Dauer: 1:13 Minuten) - Copyright: AEPW

Ansprechpartner bei deutschen Mitgliedern der AEPW:

BASF SE Covestro AG Henkel AG & Co. KGaA
Christine Haupt
christine.haupt@basf.com
Tel.: 0621 60-41040
Niko Palosuo
niko.palosuo@covestro.com
Tel.: 0214 6009-4872
Jennifer Ott
jennifer.ott@henkel.com
Tel.: 0211 797-2756

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