Verhandlungen über Flüchtlingspolitik in Brüssel

Die EU muss geschlossen Maßnahmen umsetzen

VCI-Hauptgeschäftsführer Utz Tillmann begrüßt die Einigung der Regierungschefs der EU auf einen gemeinsamen Plan zur Lösung der Flüchtlingskrise. Die vereinbarten Maßnahmen müssten nun stringent umgesetzt werden und die finanziellen Mittel zügig fließen. In Deutschland seien Bildungsangebote nötig, die einer erfolgreiche und schnelle Integration ermöglichten. Bund und Länder müssten daher verstärkt in Bildung investieren.

Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) begrüßt, dass sich die Staats- und Regierungschefs der EU auf einen gemeinsamen Plan zur Lösung der Flüchtlingskrise verständigt haben, der die Tür für die Verhandlungen über ein Abkommen mit der Türkei geöffnet hat. Die Türkei soll als Partner der EU einen wichtigen Beitrag zur Lösung der Flüchtlingskrise leisten.

„Entscheidend ist, dass alle Mitgliedstaaten der EU zu ihren Zusagen stehen, die in die gemeinsame Position eingeflossen sind. Die vereinbarten Maßnahmen müssen ohne Wenn und Aber umgesetzt werden, die finanziellen Mittel zügig fließen“, sagte VCI-Hauptgeschäftsführer Utz Tillmann. Die gemeinsamen europäischen Regeln sollten ein klares Zeichen für die Menschen setzen, damit sie Sicherheit gewinnen, was sie nach ihrer Flucht erwartet.

„Für die Flüchtlinge, die in Deutschland sind und gute Bleibeperspektiven haben, brauchen wir spezielle Bildungsangebote, um eine erfolgreiche und schnelle Integration zu ermöglichen. Das ist besonders wichtig für die mehreren hunderttausend jungen Menschen, die noch im schulpflichtigen Alter sind. Ohne Anschluss an unser Bildungsniveau werden sie keine ausreichende berufliche Perspektive haben. Bund und Länder müssen deshalb verstärkt in Bildung investieren“, so Tillmann.

Null Toleranz für Fremdenfeindlichkeit und Rassismus

Der VCI-Hauptgeschäftsführer betonte, dass in der chemischen Industrie keinerlei Formen der Fremdenfeindlichkeit toleriert würden. „Rechtspopulistische und radikale Ansätze ohne Lösungskonzept für die Flüchtlingskrise gewinnen in Deutschland an Boden. Dem dürfen wir nicht tatenlos zusehen. Das ist nicht nur eine Aufgabe der Politik allein: Wir brauchen jetzt eine große Koalition von Politik, Wirtschaft und Bürgern für eine offene Gesellschaft in Deutschland.“


Der VCI vertritt die wirtschaftspolitischen Interessen von mehr als 1.650 deutschen Chemieunternehmen und deutschen Tochterunternehmen ausländischer Konzerne gegenüber Politik, Behörden, anderen Bereichen der Wirtschaft, der Wissenschaft und den Medien. Der VCI steht für mehr als 90 Prozent der deutschen Chemie. Die Branche setzte 2015 rund 190 Milliarden Euro um und beschäftigte 447.000 Mitarbeiter.

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