Verabschiedung der EEG-Reform im Bundestag

Erneuerbare Energien müssen nun Marktreife beweisen

Für VCI-Hauptgeschäftsführer Utz Tillmann ist die nun beschlossene EEG-Reform mit dem darin enthaltenen Ausschreibungsmodell ein erster überfälliger Schritt, damit mehr Wettbewerb und Planbarkeit in die Energiewende Einzug halten können. Er sieht den Reformbedarf aber keineswegs abgeschlossen: In der kommenden Legislaturperiode müsse die Politik eine weitere Kostenreduzierung und die Finanzierung der Energiewende angehen.

Anhaltender Reformbedarf: VCI-Hauptgeschäftsführer Utz Tillmann wirbt dafür, dass die Politik in der kommenden Legislaturperiode eine weitere Kostenreduzierung und die Finanzierung der Energiewende auf die Tagesordnung setzt. - Foto: © VCI / René Spalek
Anhaltender Reformbedarf: VCI-Hauptgeschäftsführer Utz Tillmann wirbt dafür, dass die Politik in der kommenden Legislaturperiode eine weitere Kostenreduzierung und die Finanzierung der Energiewende auf die Tagesordnung setzt. - Foto: © VCI / René Spalek

Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) hat die heute vom Bundestag beschlossene Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) als Schritt in die richtige Richtung bezeichnet. VCI-Hauptgeschäftsführer Utz Tillmann sagte: „Die EEG-Reform mit dem darin enthaltenen Ausschreibungsmodell ist als erster Schritt überfällig, damit mehr Wettbewerb und mehr Planbarkeit Einzug in die Energiewende halten können. Erneuerbare Energien sollen mittelfristig die Versorgungssicherheit des Industrielands Deutschland gewährleisten. Dazu müssen sie nun auch ihre Marktreife beweisen. Einen weiteren Zubau ohne Rücksicht auf Kosten und Fortschritte beim Netzausbau darf es nicht mehr geben.“

Mit den vom Bundestag verabschiedeten Änderungen sei der Reformbedarf beim EEG aber nicht abgeschlossen, so Tillmann. Der VCI-Hauptgeschäftsführer warb dafür, dass die Politik in der kommenden Legislaturperiode eine weitere Kostenreduzierung und die Finanzierung der Energiewende auf die Tagesordnung setzt.

Tillmann begrüßte die ebenfalls im Rahmen des EEG beschlossene Einbeziehung von Unternehmen in die Besondere Ausgleichsregelung, welche eine Stromintensität zwischen 14 und 17 Prozent haben. Tillmann sagte: „Die Maßnahme ist noch nicht die Entlastung, die viele Mittelständler brauchen. Aber sie schützt die Unternehmen, die aufgrund verschärfter Regeln aus der Entlastung herausgefallen sind. Sie dämpft zudem bei weiteren energieintensiven Unternehmen den Kostendruck, die bislang die volle EEG-Umlage zahlen mussten, obwohl sie dadurch Nachteile im internationalen Wettbewerb haben.“ Gleichzeitig seien die neu entlasteten Strommengen so gering, dass der Einfluss auf die Höhe der EEG-Umlage nur minimal wäre, konstatierte Tillmann.

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