Bundesumweltministerium unterzeichnet Klimaschutzabkommen in New York

Emissionshandel reduziert Treibhausgase bis 2050 um 87 Prozent - ganz ohne nationale Regelungen

Der VCI hat aus Anlass der Unterzeichnung des Pariser Klimaschutzabkommens darauf hingewiesen, das die Industrie in Europa und somit auch die deutsche Chemie über den Emissionshandel einen erheblichen Beitrag zur Minderung der Treibhausgasmissionen in Europa leistet. Auch andere Regionen der Welt müssten nun wirksame Lösungen dafür entwickeln und umsetzen. Nach Ansicht von VCI-Hauptgeschäftsführer Utz Tillmann sollte Deutschland seine G20-Präsidentschaft im kommenden Jahr nutzen, um die internationalen Partner zu mehr Einsatz für den Klimaschutz zu gewinnen.

Die deutsche Chemie untersützt das Klima-Abkommen von Paris. Der VCI weist darauf hin, dass die Industrie und somit auch die Industrie in Europa bereits einen erheblichen Beitrag zur Erreichung der Pariser Klimaschutz-Ziele leistet: nämlich über das in der EU geltende System des Emissionshandels. Die anderen Regionen der Welt sind jetzt gefordert, vergleichbare Lösungen zu entwickeln und umzusetzen.- Bild: © United Nations
Die deutsche Chemie untersützt das Klima-Abkommen von Paris. Der VCI weist darauf hin, dass die Industrie und somit auch die Industrie in Europa bereits einen erheblichen Beitrag zur Erreichung der Pariser Klimaschutz-Ziele leistet: nämlich über das in der EU geltende System des Emissionshandels. Die anderen Regionen der Welt sind jetzt gefordert, vergleichbare Lösungen zu entwickeln und umzusetzen.- Bild: © United Nations

Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) hat anlässlich der Unterzeichnung des Pariser Klimaschutzabkommens durch Bundesumweltministerin Hendricks in New York darauf hingewiesen, dass energieintensive Branchen ihren Beitrag zum Klimaschutz bis 2050 unabhängig von nationalen Detailregelungen leisten. VCI-Hauptgeschäftsführer Utz Tillmann sagte: „Als deutsche Chemie unterstützen wir das Abkommen von Paris. Der Emissionshandel, dem auch unsere Branche unterliegt, ist ein wirksames Instrument, das rund die Hälfte der Treibhausgasemissionen in Europa erfasst. Nach heutigen Regeln führt das System bis 2050 zu einer Treibhausgasminderung von 87 Prozent im Vergleich zu 2005.“ Die Industrie leiste somit über den Emissionshandel einen erheblichen Beitrag zur Erreichung der Pariser Klimaschutzziele. „Zusätzliche nationale Regelungen, wie sie der Klimaschutzplan 2050 vorsehen soll, sind für Branchen wie die Chemie nicht nötig,“ so Tillmann. Denn die stetig kleiner werdende Menge an CO2-Zertifikaten garantiere die Emissionsminderung der erfassten Branchen.

Tillmann betonte, dass es für den Klimaschutz entscheidend ist, global Treibhausgase zu reduzieren: „Wie die EU mit dem Emissionshandel müssen auch die anderen Regionen der Welt Lösungen entwickeln und diese umsetzen, um ihre Emissionen deutlich und messbar zu verringern. Nur so sind die Ziele von Paris erreichbar“, sagte Tillmann. Fortschritte erhofft er sich hierbei von der deutschen G20-Präsidentschaft im kommenden Jahr: „Deutschland sollte 2017 als Taktgeber der G20 die Chance nutzen, die internationalen Partner zu mehr Einsatz für den Klimaschutz zu gewinnen. Damit kann auch die europäische Wirtschaft wettbewerbsfähig bleiben.“

Die chemische Industrie in Deutschland engagiert sich seit vielen Jahren im Klimaschutz. Trotz steigender Produktion hat die Branche ihre Emissionen von Treibhausgasen seit 1990 fast halbiert (siehe Grafik). Weitere Beiträge zum Klimaschutz leistet sie mit ihren energiesparenden Produkten, die eine emissionsärmere Lebensweise ermöglichen.

Klimaschutz ist der deutschen Chemie seit Langem praktizierte Realität: Trotz steigender Produktion hat die Branche ihre Emissionen von Treibhausgasen seit 1990 fast halbiert.
Klimaschutz ist der deutschen Chemie seit Langem praktizierte Realität: Trotz steigender Produktion hat die Branche ihre Emissionen von Treibhausgasen seit 1990 fast halbiert.

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