Industrie zur Anhebung des geplanten Kohlendioxid-Preises auf 25 Euro

Die Warnlampe blinkt rot

Die Politik hat einen höheren Kohlendioxid-Preis von 25 Euro pro Tonne beschlossen. Das darf nicht zulasten der Wettbewerbsfähigkeit vor allem des Mittelstandes gehen, findet Wolfgang Große Entrup.

Der VCI sieht in der Anhebung des Kohlendioxid-Preises eine Benachteiligung für die Wettbewerbsfähigkeit mittelständischer Unternehmen. - Foto: © Infraserv Höchst
Der VCI sieht in der Anhebung des Kohlendioxid-Preises eine Benachteiligung für die Wettbewerbsfähigkeit mittelständischer Unternehmen. - Foto: © Infraserv Höchst

Der Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI), Wolfgang Große Entrup, kommentiert den Kompromiss zum Klimapaket wie folgt:

„Mit der Anhebung des CO2-Preises von 10 auf 25 Euro blinkt die Warnlampe für die Wettbewerbsfähigkeit des Mittelstandes in der chemischen Industrie nicht mehr gelb, sondern rot. Die Politik darf Unternehmen, die im internationalen Wettbewerb stehen, nicht im Regen stehen lassen.“ Große Entrup forderte die Bundesregierung insbesondere auf, Industrieanlagen, die dem EU-Emissionshandel unterliegen und bereits einen CO2-Preis von derzeit etwa 25 Euro zahlen, von der neuen nationalen CO2-Bepreisung vollständig freizustellen.

Zusätzlich erwartet der VCI eine Regelung, die den Mittelstand und Anlagen, die bislang nicht dem Emissionshandel unterliegen, vor Nachteilen schützt: „Deutschland ist keine Insel. Ein mittelständischer Unternehmer, der künftig auf Erdgas hierzulande 25 Euro zahlen soll, schultert dann 25 Euro mehr als sein Konkurrent im Nachbarland. Deshalb muss eine Kompensation her, um Wettbewerbsnachteile für solche Anlagen aufzufangen.“


Der VCI vertritt die wirtschaftspolitischen Interessen von rund 1.700 deutschen Chemieunternehmen und deutschen Tochterunternehmen ausländischer Konzerne gegenüber Politik, Behörden, anderen Bereichen der Wirtschaft, der Wissenschaft und den Medien. Der VCI steht für mehr als 90 Prozent der deutschen Chemie. 2019 setzte die Branche 193 Milliarden Euro um und beschäftigte rund 464.800 Mitarbeiter.

Kontakt: VCI-Pressestelle, Telefon: 069 2556-1496, E-Mail: presse@vci.de
http://twitter.com/chemieverband und http://facebook.com/chemieverbandVCI

Für Fragen und Anregungen nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.

Ansprechpartner

Sebastian Kreth

E-Mail: kreth@vci.de