VCI kritisiert Aktionstag gegen TTIP und Freihandel

Gestalten statt Verweigern

Der VCI appelliert an die Gegner der Freihandelsverhandlungen, sich konstruktiv an der Gestaltung der Globalisierung zu beteiligen. Das transatlantische Freihandelsabkommen (TTIP) bietet nach Ansicht von VCI-Außenwirtschaftsexperte Professor Reinhard Quick die Chance, sich auf hohe gemeinsame Standards zu einigen, die international auf andere Regionen ausstrahlen können.

VCI-Appell: Im Rahmen von TTIP Globalisierungs-Regeln und Standards konstruktiv gestalten! © treenabeena - Fotolia.com
VCI-Appell: Im Rahmen von TTIP Globalisierungs-Regeln und Standards konstruktiv gestalten! © treenabeena - Fotolia.com

Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) ruft die Gegner der Freihandelsverhandlungen dazu auf, sich konstruktiv an der Gestaltung der Globalisierung zu beteiligen. Ganz besonders das transatlantische Freihandelsabkommen TTIP bietet aus Sicht des VCI die historische Chance, die Regeln der Globalisierung zu gestalten. „TTIP ist ein innovativer Versuch der EU und der USA, sich auf hohe gemeinsame Standards zu einigen, die international auf andere Regionen ausstrahlen können“, sagte Prof. Reinhard Quick, Leiter des Europabüros des VCI und im Verband für den Themenbereich Außenwirtschaft zuständig. In einer zunehmend multipolaren Welt sei es wichtig, alle Möglichkeiten zur Ausformung globaler Regeln und Standards zu nutzen. „Wenn wir nicht selbst konstruktiv und aktiv agieren, müssen wir in nicht allzu ferner Zukunft internationale Normen benutzen, die Andere entwickeln.“

Nicht niedrigere, sondern bessere Standards sind das Ziel

Der VCI betont erneut, TTIP werde auf keinen Fall zu einer Aufweichung europäischer Standards in der Chemikaliensicherheit führen. „Die deutsche Chemie arbeitet an Lösungen mit, wie die Handelskosten gesenkt und gleichzeitig der Schutz von Verbrauchern, Arbeitnehmern und Umwelt international verbessert werden können“, sagte Quick, der als Mitglied einer 16-köpfigen Expertengruppe aus NGOs und Wirtschaft die Europäische Kommission zu TTIP berät. Möglich wäre dies etwa bei der Kennzeichnung von chemischen Stoffen mit den gleichen Warnhinweisen und -symbolen. Dann müsste an der Grenze nicht mehr umverpackt oder -etikettiert werden. Das würde zu mehr Sicherheit und geringeren Kosten führen.

„Polemik und Totalverweigerung helfen nicht weiter, um Lösungen für konkrete Probleme zu finden“, sagte Quick. Das gelte auch für den Bereich des Investitionsschutzes. „Wir erreichen nötige Nachbesserungen nicht, wenn wir das Thema ausklammern. Wir haben auch hier die große Chance, reformierte Regeln auszuhandeln, die Präzedenzwirkung auf andere Abkommen entfalten und bisherige Schwächen beseitigen könnten.“

Der VCI vertritt die wirtschaftspolitischen Interessen von mehr als 1.650 deutschen Chemieunternehmen und deutschen Tochterunternehmen ausländischer Konzerne gegenüber Politik, Behörden, anderen Bereichen der Wirtschaft, der Wissenschaft und den Medien. Der VCI steht für mehr als 90 Prozent der deutschen Chemie. Die Branche setzte 2013 über 190 Milliarden Euro um und beschäftigte rund 438.000 Mitarbeiter.

Kontakt: VCI-Pressestelle, Telefon: 069 2556-1496, E-Mail: presse@vci.de
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