VCI-Experte zum Gutachten des Sachverständigenrats für Umweltfragen

Chemie erreicht über Emissionshandel sicher ihren Beitrag zu Klimazielen der EU

Zu dem am 10. Mai veröffentlichten Gutachten des Sachverständigenrats für Umweltfragen (SRU) nahm VCI-Experte Jörg Rothermel Stellung: ++ SRU unterschätzt, wie stark die chemische Industrie als energieintensive Branche bereits ambitionierten Zielen vor allem durch EU-Emissionshandel unterliegt ++ Nationale Zusatzregeln gefährden Wettbewerbsfähigkeit ++ Branche optimiert Energieeffizienz schon aus ökonomischen Gründen: Verdopplung seit 1990.

VCI-Experte Jörg Rothermel: „Wenn die Messlatte durch nationale Zusatzregeln noch höher gelegt wird, hat das negative Auswirkungen auf unsere Wettbewerbsfähigkeit. Der Standort Deutschland würde bei den Energiekosten noch weiter ins Hintertreffen geraten." - Foto: © VCI/Darchinger
VCI-Experte Jörg Rothermel: „Wenn die Messlatte durch nationale Zusatzregeln noch höher gelegt wird, hat das negative Auswirkungen auf unsere Wettbewerbsfähigkeit. Der Standort Deutschland würde bei den Energiekosten noch weiter ins Hintertreffen geraten." - Foto: © VCI/Darchinger

Zum heute veröffentlichten Jahresgutachten des Sachverständigenrates für Umweltfragen (SRU) nahm Jörg Rothermel, Abteilungsleiter Energie des Verbands der Chemischen Industrie (VCI), Stellung:

„Der Sachverständigenrat befürwortet weitergehende Vorgaben für Energieeffizienz und Klimaschutz. Dabei unterschätzt der SRU, wie stark die chemische Industrie als energieintensive Branche bereits ambitionierten Zielen und Anforderungen unterliegt, vor allem durch den Emissionshandel auf EU-Ebene. Wenn die Messlatte durch nationale Zusatzregeln noch höher gelegt wird, hat das negative Auswirkungen auf unsere Wettbewerbsfähigkeit. Der Standort Deutschland würde bei den Energiekosten mit den europäischen Wettbewerbern noch weiter ins Hintertreffen geraten. Viele der vorgeschlagenen Maßnahmen des SRU zum Klimaschutz sind zudem nicht nötig. Der EU-Emissionshandel ist hier das wirksamste Instrument. Er gewährleistet, dass davon erfasste Branchen wie die Chemie ihren Beitrag zu den EU-Klimazielen sicher erreichen. Dass die Branche schon aus ökonomischen Gründen ihre Energieeffizienz optimiert, zeigt die bisherige Bilanz: Seit 1990 hat die Chemie ihre Produktion um fast 60 Prozent gesteigert und gleichzeitig ihren absoluten Energieverbrauch um fast 20 Prozent gesenkt. Das entspricht einer Verdopplung der Energieeffizienz.“

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