1. Lesung im Bundestag zum Forschungszulagengesetz

Steuerliche Forschungsförderung - Chancen nutzen

26. Juni 2019 | Pressemitteilung

Langfassung zu diesem Dokument

VCI zum geplanten Forschungszulagengesetz: Steuerliche Forschungsförderung für alle Unternehmen ist Investition in Zukunftsfähigkeit Deutschlands ++ Förderinstrument muss praxisnah und bürokratiearm gestaltet und stetig ausgebaut werden ++ Bei Auftragsforschung sollte der Auftraggeber die Forschungszulage erhalten.

VCI: „Die steuerliche Forschungsförderung für alle Unternehmen ist eine gute und richtige Investition in die Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Deutschland." - Foto: © lightpoet - Fotolia.com
VCI: „Die steuerliche Forschungsförderung für alle Unternehmen ist eine gute und richtige Investition in die Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Deutschland." - Foto: © lightpoet - Fotolia.com

Der Bundestag berät morgen in 1. Lesung laut Tagesordnung das sogenannte Forschungszulagengesetz. Hierzu unterstreicht Utz Tillmann, Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI): „Die steuerliche Forschungsförderung für alle Unternehmen ist eine gute und richtige Investition in die Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Deutschland. Wir müssen ihr Potenzial nutzen. Denn sie verspricht langfristig zusätzliche Arbeitsplätze, mehr Wertschöpfung und steigende Steuereinnahmen.“

Das geplante Förderinstrument müsse praxisnah und bürokratiearm gestaltet sein, fordert der VCI. Außerdem sollte bei der Auftragsforschung der Auftraggeber die Forschungszulage erhalten, da er das unternehmerische Risiko der FuE-Aktivitäten trage, betont Tillmann. Das sei auch für kleine und mittlere Unternehmen von Nutzen, denn für sie habe die Auftragsforschung eine große Bedeutung.

Nach Meinung des Chemieverbandes muss die steuerliche Forschungsförderung stetig ausgebaut werden. Nur so ließe sich das politische Ziel erreichen, die Forschungsintensität in Deutschland bis 2025 auf 3,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu erhöhen. „Die zurzeit maximale Förderung von 500.000 Euro je Unternehmen und Jahr ermuntert die Firmen aber nur wenig, ihre FuE-Anstrengungen kräftig auszuweiten. Daher sollten wir bei diesem Förderinstrument nicht zu lange auf Sparflamme kochen “, sagt Tillmann.

Die geplante Evaluierung der Forschungsförderung nach fünf Jahren wird vom Chemieverband begrüßt. Nur so sei eine praxisgerechte Weiterentwicklung des Instruments zu erreichen.

Mehr zum Thema


Der VCI vertritt die wirtschaftspolitischen Interessen von über 1.700 deutschen Chemie- und Pharmaunternehmen sowie deutschen Tochterunternehmen ausländischer Konzerne gegenüber Politik, Behörden, anderen Bereichen der Wirtschaft, der Wissenschaft und den Medien. 2020 setzte die Branche knapp 190 Milliarden Euro um und beschäftigte rund 464.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Kontakt: VCI-Pressestelle, Telefon: 069 2556-1496, E-Mail: presse@vci.de
Der VCI auf Twitter und Der VCI auf LinkedIn

Kontakt

Für Fragen und Anregungen nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.

M.A. Monika von Zedlitz

Kontaktperson

M.A. Monika von Zedlitz

Responsible Care, Bildung, Infrastruktur, Anlagensicherheit/-genehmigung, Innovation