Minimal sinkende Umlage bringt laut VCI keinen Entlastungseffekt

Kernprobleme des EEG weiterhin ungelöst

Dass die EEG-Umlage im kommenden Jahr nicht weiter steigt, ist nach Ansicht von VCI-Hauptgeschäftsführer Utz Tillmann nur ein „Tropfen auf den heißen Stein“ des Projekts Energiewende. Die wesentlichen Probleme beim EEG bleiben dagegen ungelöst; eine echte Kostenbremse besonders für den Mittelstand steht weiter aus.

VCI-Hauptgeschäftsführer Utz Tillmann: EEG-Umlage 2015 bringt noch keine Kostenbremse in der Energiewende. © VCI/Mendel
VCI-Hauptgeschäftsführer Utz Tillmann: EEG-Umlage 2015 bringt noch keine Kostenbremse in der Energiewende. © VCI/Mendel

Die heute von der Bundesnetzagentur verkündete Senkung der EEG-Umlage ist laut dem Verband der Chemischen Industrie (VCI) allenfalls eine kosmetische Korrektur für die Energiewende. VCI-Hauptgeschäftsführer Utz Tillmann sagte, die minimal sinkende Umlage bringe für energieintensive Branchen wie die Chemie keinerlei Entlastungseffekte. „Dass die Umlage nicht weiter steigt, haben wir dem Wetter und dem Vorjahreseffekt zu verdanken. Eine echte Kostenbremse inbesondere für den Mittelstand steht aber weiter aus. Die wesentlichen Probleme beim EEG sind trotz der jüngsten EEG-Reform ungelöst, die Kosten der Energiewende für Wirtschaft und Verbraucher werden in den kommenden Jahren weiter steigen.“

Tillmann wies darauf hin, dass die letzten Monitoringberichte der Energiewende schlechte Noten in vielen Bereichen ausstellten. Das gelte besonders für die Kosten und für den Netzausbau sowie das Strommarktdesign. Tillmann sagte: „Die sinkende EEG-Umlage ist wie eine einzelne Drei auf einem Zeugnis, auf dem sonst nur Fünfen stehen. Die Energiewende ist weiterhin versetzungsgefährdet.“ Der VCI-Hauptgeschäftsführer warnte vor drohenden Kostenfaktoren, die auf die Industrie insbesondere durch einseitige, höhere EU-Klimaziele zukommen könnten. Die Mini-Entlastung beim EEG im kommenden Jahr wirke dagegen „wie ein Tropfen auf den heißen Stein“, so Tillmann.

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