VCI zum Abschluss der Freihandelsgespräche zwischen Kanada und der EU

Wachstumspotenzial für die deutsche Chemieindustrie

Der VCI begrüßt das jüngst beschlossene Freihandelsabkommen zwischen Kanada und der EU. Die chemische Industrie erhält dadurch Zugang zu einem Absatzmarkt von 35 Milliarden Euro. Der VCI appelliert an die Bundesregierung, das Abkommen im nun anstehenden Ratifizierungsprozess nicht dadurch zu gefährden, dass der Investitionsschutz ausgeklammert werde.

VCI-Appell an die Bundesregierung: Abkommen zwischen Kanada und EU nicht gefährden! © European Union, 2014
VCI-Appell an die Bundesregierung: Abkommen zwischen Kanada und EU nicht gefährden! © European Union, 2014

Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) begrüßt den am Freitag bekannt gegebenen Abschluss der Verhandlungen zwischen Kanada und der EU über ein Freihandelsabkommen (CETA). Für die chemische Industrie mit ihren über 440.000 Arbeitsplätzen in Deutschland rückt dadurch der freie Zugang zu einem Absatzmarkt von 35 Milliarden Euro näher. Bisher bewegen sich die deutschen Chemie-Exporte nach Kanada lediglich auf einem Niveau von 1,4 Milliarden Euro (2013) – Wachstumspotenzial ist also gegeben.

Entgegentreten möchte der VCI der pauschalen Kritik seitens der Freihandels-gegner an den Vereinbarungen zum Investorenschutz zwischen Europa und Kanada. „Gerade das Investitionsschutz-Kapitel in CETA ist im Vergleich zu früheren Freihandelsabkommen deutlich präzisiert und verbessert worden. Behauptungen, diese Passagen würden die Demokratie oder das Rechtssystem in Deutschland untergraben, sind falsch“, betont VCI-Hauptgeschäftsführer Utz Tillmann.

Um die Chancen auf Wachstum zu erhalten, ist Investitionsschutz für die Unternehmen erforderlich. Der VCI appelliert daher an die Bundesregierung, den jetzt anlaufenden Ratifizierungsprozess aktiv zu unterstützen. Mögliche Nachverhandlungen dürfen, so Tillmann, den Abschluss des Abkommens als Ganzes nicht gefährden.

Der VCI vertritt die wirtschaftspolitischen Interessen von mehr als 1.650 deutschen Chemieunternehmen und deutschen Tochterunternehmen ausländischer Konzerne gegenüber Politik, Behörden, anderen Bereichen der Wirtschaft, der Wissenschaft und den Medien. Der VCI steht für mehr als 90 Prozent der deutschen Chemie. Die Branche setzte 2013 über 190 Milliarden Euro um und beschäftigte rund 438.000 Mitarbeiter.

Kontakt: VCI-Pressestelle, Telefon: 069 2556-1496, E-Mail: presse@vci.de
Hinweis: Nachrichten des VCI auch auf Twitter: http://twitter.com/chemieverband

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Ansprechpartner

Jürgen Udwari

E-Mail: udwari@vci.de