FCI fördert Fachbereich Chemie der Philipps-Universität in Marburg

44.500 Euro für die Ausbildung von angehenden Chemikern

Der Fonds der Chemischen Industrie (FCI) bewilligt die Summe im Rahmen seiner Sonderförderung für die experimentelle Ausbildung von Chemie-Studierenden. Das Geld wird für eine „Mess-Sonde im Reaktionsgefäß“ zur quantitativen Verfolgung chemischer Reaktionen verwendet. Gefördert werden insgesamt 13 universitäre Chemie-Fachbereiche mit je bis zu 100.000 Euro.




Pressemitteilung des
Fonds der Chemischen Industrie im
Verband der Chemischen Industrie e.V.

Der Fonds der Chemischen Industrie (FCI) bewilligte dem Fachbereich Chemie der Philipps-Universität Marburg eine Sonderförderung für die experimentelle Ausbildung von Chemie-Studierenden in Höhe von 44.500 Euro. Den Antrag für die Förderung stellten die Professoren Gerhard Hilt, Karl Michael Weitzel und Paultheo von Zezschwitz. Zusammen mit einem Eigenanteil der Universität von 11.000 Euro stehen somit die erforderlichen Mittel zur Verfügung, um eine moderne „Mess-Sonde im Reaktionsgefäß“ zur quantitativen Verfolgung chemischer Umsetzungen zu beschaffen. Gregor Disson, Geschäftsführer des Landesverbandes Hessen im Verband der Chemischen Industrie (VCI), sagte anlässlich der Scheckübergabe: „Mit der Sonderförderung des Fonds der Chemischen Industrie, dem Förderwerk der Branche, wollen wir dazu beitragen, die hohe Qualität Lehre in der Chemie an den Universitäten in Deutschland zu sichern. Die anspruchsvolle experimentelle Ausbildung im Chemiestudium zählt zum Markenkern der Chemiker-Ausbildung an den deutschen Universitäten ‒ auch nach der Umstellung auf Bachelor- und Master-Programme.“

Mit einer solchen Mess-Sonde im Reaktionsgefäß können die Studierenden die Änderung physikalischer Eigenschaften kontinuierlich überwachen und den Verbrauch der Startmaterialien beziehungsweise die Bildung der Produkte bestimmen. Der genaue Verlauf der Reaktion wird so nachvollziehbar. Dadurch ist es möglich, nicht nur den Endpunkt einer Reaktion, sondern vor allem auch die Reaktionsgeschwindigkeit und den Mechanismus festzustellen.

Das Gerät wird im Masterstudiengang Chemie Verwendung finden und für die Studierenden einen Brückenschlag zwischen zwei unterschiedlichen Fächern ermöglichen: der organischen Chemie, in der es um die praktische Durchführung von chemischen Reaktionen geht, und der physikalischen Chemie. Diese be-schäftigt sich mit der Geschwindigkeit und dem Energieumsatz von Reaktionen. Die neue Mess-Sonde wird die experimentelle Praxis der Studierenden ver-stärken. Davon versprechen sich die beteiligten Professoren eine wesentliche Verbesserung der Lehre. „Wir sind stolz darauf, dass sich der Fachbereich Chemie in einem starken Wettbewerbsumfeld durchsetzen konnte“, sagte der Dekan, Professor Andreas Seubert.

Bundesweit hatten sich 33 Universitäten beworben. Der Fonds der Chemischen Industrie hatte im Rahmen einer Sondermaßnahme rund 1,1 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Die Fördermittel gehen mit je bis zu 100.000 Euro an insgesamt 13 universitäre Chemie-Fachbereiche, deren Anträge die Gutachter überzeugt hatten. Im Mittelpunkt der Maßnahme steht die Modernisierung der Geräteausstattung in den Praktika.

Der Fonds der Chemischen Industrie wurde 1950 gegründet und ist das Förderwerk des Verbandes der Chemischen Industrie. Er stellt 2014 über 13 Millionen Euro für die Grundlagenforschung, den wissenschaftlichen Nachwuchs und den Chemieunterricht an Schulen zur Verfügung. Weitere Informationen finden Sie unter www.vci.de/fonds .

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