Trendumfrage der DIB bei Mitgliedsunternehmen zur wirtschaftlichen Lage

Biotech-Industrie erwartet bessere Geschäfte

Die Biotech-Unternehmen in Deutschland können in diesem Jahr mit einem leichten Umsatzwachstum rechnen. Die Prognose gilt allerdings nur für den medizinischen und industriellen Bereich der Branche, während bei der Pflanzenbiotechnologie weiter keine Wertschöpfung in Deutschland stattfindet.

v.l.: DIB-Geschäftsführer Ricardo Gent, DIB-Vorsitzender Matthias Braun, VCI-Pressesprecher Oliver Claas © VCI/Fuest
v.l.: DIB-Geschäftsführer Ricardo Gent, DIB-Vorsitzender Matthias Braun, VCI-Pressesprecher Oliver Claas © VCI/Fuest



Pressemitteilung der
Deutschen Industrievereinigung Biotechnologie e.V.

Die Biotech-Industrie in Deutschland kann dieses Jahr mit einem leichten Umsatzwachstum rechnen. Das geht aus einer aktuellen Trendumfrage hervor, die die Deutsche Industrievereinigung Biotechnologie (DIB) heute auf ihrer Jahrespressekonferenz in Frankfurt vorgestellt hat. Der DIB-Vorsitzende Dr. Matthias Braun sagte: „Die wirtschaftliche Entwicklung der Biotech-Unternehmen seit Jahresbeginn ist erfreulich. Für die kommenden Monate rechnen 80 Prozent der befragten Betriebe mit besseren Geschäften. Trotz der guten Entwicklung darf aber nicht allzu euphorisch auf das Jahr 2013 geblickt werden. Die konjunkturellen Rahmenbedingungen sind insgesamt schwierig, insbesondere in Europa.“ Die Prognose für die wirtschaftliche Entwicklung bezieht sich auf zwei der drei Bereiche der Biotechnologie – die medizinische und die industrielle. Im Bereich der Pflanzenbiotechnologie findet weiterhin keine Wertschöpfung in Deutschland statt.

Umsatzentwicklung: Die DIB-Mitglieder konnten seit Jahresbeginn mehrheitlich steigende Umsätze verbuchen. Rund 60 Prozent der Unternehmen hatten bislang eine bessere Umsatzentwicklung im Vergleich zum Vorjahr. 40 Prozent meldeten gleichbleibend gute Geschäfte.

Forschung/Investition: Die Hälfte der befragten Unternehmen will ihre Forschungsaktivitäten im Jahr 2013 weiter ausbauen. Dagegen planen nur 8 Prozent eine Reduktion der Aufwendungen für Forschung und Entwicklung.

Über 50 Prozent der Unternehmen wollen im Jahr 2013 in mehr oder größere Projekte investieren. Nur rund ein Drittel der befragten Betriebe will das Investitionsbudget im laufenden Jahr konstant halten.

Beschäftigung: In den ersten Monaten des Jahres konnte die Beschäftigung in den DIB-Mitgliedsunternehmen konstant gehalten werden. Rund 55 Prozent der befragten Unternehmen berichten von einer gleichbleibenden Mitarbeiterzahl. Knapp 40 Prozent haben sogar Beschäftigung aufgebaut. Nur rund ein Zehntel der Unternehmen baute seit Jahresbeginn Beschäftigung ab.

Fachkräftemangel: Für über 70 Prozent der Unternehmen gibt es derzeit keine Schwierigkeiten, gut ausgebildete Fachkräfte zu finden. Vereinzelt stoßen die Betriebe der Branche auf Probleme, geeignete Laboranten (10 Prozent), Techniker oder Wissenschaftler (rund 20 Prozent) zu rekrutieren. Fachkräftemangel ist damit weiterhin kein flächendeckendes Problem in der Biotechnologie.

Finanzierung: Die befragten Unternehmen berichten zu 80 Prozent von keinen Schwierigkeiten bei der Beschaffung von Fremdkapital. Auch die Beschaffung von Eigenkapital ist für 75 Prozent der Betriebe kein Problem. Nur wenige Firmen haben nach eigenen Angaben gravierende Probleme beim Zugang zu Eigenkapital.

Standortpolitik: Mit rund 75 Prozent Zustimmung hat sich eine deutliche Mehrheit der befragten DIB-Mitgliedsunternehmen für den Abbau steuerlicher Innovationshemmnisse in Deutschland durch die nächste Bundesregierung ausgesprochen.

Alle Materialien zur Pressekonferenz - darunter das ausführliche Statement von Dr. Matthias Braun, eine Kennzahlenübersicht zur Biotech-Branche in Deutschland sowie Fotos in druckfähiger Auflösung - finden Sie im Downloadbereich im Kopf dieser Seite.

Kontakt: VCI-Pressestelle, Telefon: 069 2556-1496, E-Mail: presse@vci.de
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