Energieintensive Industrien (EID) kritisieren Altmaiers EEG-Pläne

Nötig wäre eine Stromkostenbremse für alle

EID-Sprecher und VCI-Hauptgeschäftsführer Dr. Utz Tillmann hat aus Sicht der energieintensiven Branchen die Kritik am Konzept zur Begrenzung der EEG-Kosten bekräftigt. Umweltminister Altmaier wolle sich die Mittel für den Ausbau der erneuerbaren Energien in Zukunft noch stärker von den energieintensiven Betrieben holen.



Presseinformation
der Energieintensiven Industrien
in Deutschland (EID)

Die energieintensiven Industrien Deutschlands (EID) sehen in den gestern von Bundesumweltminister Altmaier vorgestellten Plänen für eine Begrenzung der EEG-Kosten keine Lösung des Problems. EID-Sprecher und VCI-Hauptgeschäftsführer Dr. Utz Tillmann sagte, eine Deckelung der EEG-Umlage sei richtig, aber nicht auf Kosten der Wirtschaft: „Umweltminister Altmaier will sich die Mittel für den Ausbau der erneuerbaren Energien in Zukunft noch stärker von den energieintensiven Betrieben holen. Diese stehen aber im Wettbewerb mit Anbietern innerhalb und außerhalb der EU und sind zur Sicherung von Arbeitsplätzen auf die Entlastungen angewiesen. Statt einer bloßen Begrenzung wäre eine echte Stromkostenbremse für Verbraucher und Wirtschaft nötig.“

Tillmann fuhr fort, der vorgeschlagene Eingriff in die Härtefallregelung sei für energieintensive Betriebe existenzgefährdend. Betriebe, die der Härtefallregelung unterliegen, müssten zehn Mal so viel an EEG-Kosten zahlen, um die geplanten Mehreinnahmen von 500 Millionen Euro zu erreichen. Tillmann wies darauf hin, dass die energieintensiven Branchen bereits heute einen Beitrag von 1,7 Milliarden Euro zur Finanzierung des EEG leisteten.


Die Energieintensiven Industrien in Deutschland (EID) beschäftigen rund 830.000 Mitarbeiter – oder 14 Prozent der Beschäftigten des Verarbeitenden Gewerbes. Jeder Arbeitsplatz in der energieintensiven Grundstoffproduktion sichert etwa zwei Arbeitsplätze in anderen Industriezweigen und im Dienstleistungssektor.

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