Frankfurter Rundschau

Hürden beim Klimaschutz

07. Dezember 2021 | Information

Das Thema Bürokratieabbau ist eher etwas spröde.

Es wird aber in den nächsten Jahren eine zentrale Rolle spielen, um den Klimaschutz voranzubringen. Werden Genehmigungsverfahren deutlich schneller durchgezogen, kann nicht nur der Ausstoß des Klimakillergases CO2 massiv zurückgefahren werden. Auch das Wirtschaftswachstum wird angekurbelt. Das zeigt eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), die dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) vorliegt.

Beispiel Steamcracker: Bei BASF in Ludwigshafen steht so eine Anlage, die mittels Erdgas bei einer Betriebstemperatur von 850 Grad Grundstoffe für Lacke oder Kunststoff erzeugt. Bei einer Umstellung des Crackers auf Elektroheizung mit Grünstrom werde der CO2-Ausstoß dieser einen Anlage so stark verringert, dass der Klimaschutzeffekt eines Tempolimits auf Autobahnen (130 km/h) und eines Verbots von Inlandsflügen übertroffen wird.

Verzögert sich die Umstellung um ein Jahr, werde ungefähr so viel CO2 zusätzlich in die Luft geblasen, wie die gesamte deutsche Industrie in diesem Jahr nach den Plänen der Bundesregierung eigentlich einsparen soll. In der IW-Studie wird dieses Beispiel für den „großen Hebel“ moderner Chemieanlagen beim Klimaschutz und für die Vorteile von schnellen Genehmigungen aufgeführt - das Papier wurde im Auftrag der Chemielobby VCI erstellt.

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Stud. Ass. Manfred Ritz

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Stud. Ass. Manfred Ritz

Bereichsleitung Medien und Redaktion, Handelspolitik