Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung

Die Fabrik wird grün, der Staat zahlt

03. Oktober 2021 | Information

… „Die CCfD sind das wichtigste Instrument für einen echten Umbau emissionsintensiver Industrien“, sagt Jörg Rothermel, Abteilungsleiter Energie beim Chemieindustrieverband VCI.

So kompliziert der Begriff Carbon Contracts for Difference klingt - zumindest das Grundprinzip dieses Förderinstruments ist einfach: Da die Produktionskosten von klimaschonend hergestellten Chemikalien oder Stahlblechen bisher noch deutlich höher sind als die konventioneller Produkte, soll der Staat diesen Wettbewerbsnachteil durch einen garantierten Zuschuss zu den Betriebskosten wettmachen. Es reiche eben nicht aus, so das Argument, wenn die Regierung zum Beispiel den Bau von Elektrolyseuren zur Erzeugung von grünem Wasserstoff fördere. Denn was nützen die, wenn die Hightech-Anlagen hinterher auf Jahre hinaus nicht kostendeckend betrieben werden könnten?

Im Grunde sei schon die Förderung von Windrädern, Solar- und Biogasanlagen im Rahmen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes in Deutschland eine Art CCfD gewesen, sagt der Energieexperte Rothermel vom Chemieverband. Schließlich garantiert der Staat im Rahmen des EEG Grünstromerzeugern langfristig feste Abnahmepreise für deren Elektrizität.

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