FAZ

Chemie unter Strom

19. August 2021 | Information

Die Industrie, zumal die energieintensive chemische Industrie, kann noch viel ab. Wer in Coronakrisen-Zeiten ein rekordhohes Wachstum und rekordhohe Investitionen verkündet, muss vor der Zukunft keine Angst haben.

Diesen Schluss könnte man - besser: die neue Bundesregierung - ziehen, wenn sie im Herbst bei den Koalitionsverhandlungen die künftige wirtschaftspolitische Agenda festzurren wird. Tatsächlich hat sich die Chemieindustrie in Deutschland trotz Corona hervorragend geschlagen. Als Vorlieferant für nahezu alle anderen Branchen profitiert sie jetzt auch noch von der überraschend schnellen Erholung der Weltwirtschaft. Die Warnung, dass das nicht automatisch so bleiben wird, ist dennoch berechtigt. Wenn der Lobbyverband VCI von der Politik viel mehr und viel günstigeren Grünstrom fordert, um den gewünschten klimaneutralen Umbau der Produktion stemmen zu können, dann ist das diesmal mehr als nur industriepolitisches Wahlkampfgetöse. Denn wenn es der neuen Bundesregierung nicht gelingt, das Ökostromproblem zu lösen, dann könnte es sehr schnell vorbei sein mit den Rekorden.

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