Große Infografik zu Handelsverflechtungen, internationalen Märkten und mehr

Deutsche Chemie: Champion in internationalen Wertschöpfungsketten

Infografiken

Die deutsche Chemie- und Pharmaindustrie ist über Aus- und Einfuhren stark mit der Weltwirtschaft verwoben und produziert an vielen Standorten auf der Welt. Dadurch sichert sie auch die Wettbewerbsfähigkeit der Produktion in Deutschland. Dafür ist sie auf offene Weltmärkte und fairen internationalen Wettbewerb angewiesen. Die Infografik erläutert exemplarisch, warum die Branche sich erfolgreich in internationale Wertschöpfungsketten integrieren konnte. Thematisiert werden auch aktuelle Herausforderungen in der internationalen Handelspolitik und wie aus Sicht der Branche darauf reagiert werden sollte.

Die deutsche Chemie- und Pharmaindustrie steht exemplarisch für die Exportnation Deutschland. Sie hat die Regeln der Welthandelsorganisation WTO erfolgreich dazu genutzt, an den Weltmärkten teilzuhaben und sich in die internationale Arbeitsteilung zu integrieren.

Facette 1 - Europa ist gemeinsam stärker

Grafik: „Nur auf Augenhöhe" (Bruttoinlandsprodukt, 2017, in Billionen US-Dollar)

  • Europa ist der Heimatmarkt der deutschen Chemie: Mehr als die Hälfte der ins Ausland verkauften Produkte gehen in die anderen EU-Staaten.
  • Durch Weiterentwicklung des Binnenmarktes sollte die EU die vielfältigen Stärken ihrer Mitgliedstaaten optimal nutzen.
  • Die EU kann international nur geeint erfolgreich für Freihandel und fairen Wettbewerb einstehen.

Facette 2 - USA: Größter außereuropäischer Markt

Grafik: „Exporte aus Deutschland in die USA nach Branchen" (2018, in Milliarden Euro, Schätzung)

  • Die USA sind ein wichtiger Absatzmarkt: sowohl für die deutsche Chemie- und Pharmaindustrie als auch für deren Kunden.
  • Die Investitionen der deutschen Chemie- und Pharmaindustrie in den USA sind seit 2010 kräftig gestiegen – nicht zuletzt aufgrund der geringen Energie- und Rohstoffkosten.
  • Die aktuelle konfrontative US-Handelspolitik gefährdet die traditionell guten Handelsbeziehungen.

Facette 3 - Handel braucht einen verlässlichen Rahmen

  • Die WTO setzt seit 1995 den Rahmen für internationalen Handel. Sie muss gestärkt, ihre Regeln müssen modernisiert werden – etwa bei Subventionen.
  • Die WTO trug seit ihrer Gründung dazu bei, dass sich die Zollsätze weltweit knapp halbierten.
  • Die Chemiezölle der Industrieländer sind mittlerweile niedrig. Durch ein Chemie-Sektorabkommen im Rahmen der WTO könnten sie für alle wichtigen Produzentenländer weiter sinken.

Facette 4 - Handel schafft nachhaltigen Nutzen

  • Freier Welthandel trägt zu wirtschaftlichem, ökologischem und sozialem Fortschritt bei.
  • Die weltweite Verbreitung von innovativen Lösungen aus der Chemie unterstützt die Entwicklungsziele der Vereinten Nationen ("Sustainable Develpment Goals").
  • Positive Effekte sind etwa die Verbesserung globaler Gesundheit, der landwirtschaftlichen Produktivität sowie der Wasserqualität. Auch Produkte, die zu mehr Klimaschutz führen, gehören dazu.

Facette 5 - Die deutsche Chemie ist Exportweltmeister

Grafik: „Wichtige Exportmärkte der deutschen Chemie- und Pharmaindustrie 2018 nach Ländern/Regionen" (Anteil [an Gesamtexporten] in Prozent, vorläufige Daten)

  • Deutschland exportierte 2018 Produkte im Wert von über 200 Milliarden Euro.
  • Die Verwertung von Importen wie Rohstoffe, Vorprodukte und Technologien sichert die heimische Produktion.
  • Der hohe Handelsüberschuss zeigt, dass die Branche aktuell wettbewerbsfähig ist und die Chancen der Globalisierung erfolgreich genutzt hat.
  • Auch viele Kunden der Branche sind international erfolgreich und profitieren von freiem Warenverkehr.

Facette 6 - Deutsche Pharmazeutika sind weltweit gefragt

Grafik: „Deutsche Chemiexporte nach Sparten" (Anteil in Prozent, 2018, vorläufige Daten)

  • Der Markt für Pharmazeutika wächst weltweit dynamisch.
  • Durch ihre Innovationsstärke und Wettbewerbsfähigkeit kann die deutsche Pharmaindustrie davon profitieren. Der Schutz geistigen Eigentums ist dabei wichtig.
  • Besonders die deutschen Pharma-Exporte nach Nordamerika sind in den letzten Jahren stark gestiegen.

Facette 7 - China: Supermacht mit globalem Führungsanspruch

Grafik: „Größte Chemie- und Pharmaverbraucher der Welt nach Ländern/Regionen" (in Milliarden Euro, 2017)

  • China ist der mit Abstand größte Chemiemarkt der Welt.
  • Der Wettbewerb mit China wird immer intensiver.Mit zunehmender internationaler Bedeutung muss das Land auch Verantwortung für die Weiterentwicklung des Welthandelssystems übernehmen.
  • Die EU sollte ihre Strategie weiterentwickeln, um fairere Handels- und Wettbewerbsbedingungen zu erreichen.

Facette 8 - Die Chemie- und Pharma-Branche: international stark vernetzt

Grafik "Weltweites Handelsvolumen Chemie und Pharma" (in Milliarden Euro, 1991 bis 2017)

  • Chemieverbrauch und -produktion sind stark globalisiert. Die Branche ist Teil internationaler Wertschöpfungsketten.
  • Die Wachstumszentren verschieben sich nach Asien.
  • Auslandsinvestitionen in Produktionsanlagen oder Übernahmen spielen in der Branche eine große Rolle.
  • Die deutsche Chemie- und Pharmaindustrie ist über den Handel besonders stark mit der Weltwirtschaft verwoben und produziert weltweit.

Fazit

Die deutsche Chemie- und Pharmaindustrie ist auf offene Märkte und fairen Wettbewerb angewiesen.


Hinweise:

  • Alle angebotenen jpg-Dateien haben druckfähige Auflösung.
  • Verwendete Datenquellen für die Grafiken: Weltbank, Destatis, Chemdata International, VCI

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