Fünftes Treffen des Chemie³-Stakeholder-Dialogkreises in Berlin

Reden hilft immer

Intensiver Austausch mit Anspruchsgruppen ist Teil der Chemie³-DNA. Im Rahmen des diesjährigen Treffens des Stakeholder-Dialogkreises in Berlin erhielt die Nachhaltigkeitsinitiative der Branche Ende März erneut wichtige Anregungen.

Beim Treffen des Chemie³-Stakeholder-Dialogkreises steht der Dialog im Mittelpunkt. Verschiedenste Anspruchsgruppen geben der Nachhaltigkeitsinitiative wertvolle Impulse durch den „Blick von außen“. - Foto: © domoskanonos/stock.adobe.com
Beim Treffen des Chemie³-Stakeholder-Dialogkreises steht der Dialog im Mittelpunkt. Verschiedenste Anspruchsgruppen geben der Nachhaltigkeitsinitiative wertvolle Impulse durch den „Blick von außen“. - Foto: © domoskanonos/stock.adobe.com

Thematischer Schwerpunkt des Treffens waren die Erfahrungen mit der Ersterhebung der Fortschrittsindikatoren der Nachhaltigkeitsinitiative Chemie³. Diese werden im Rahmen des Fortschrittsberichts, der im Spätsommer 2018 erscheinen soll, veröffentlicht. Außerdem stellten die Allianzpartner der Initiative die Branchenansätze zur Digitalisierung – Chemie 4.0 und Arbeiten 4.0 – vor. Im Dialogkreis wurden dann mögliche Veränderungen, die sich daraus für die Industrie ergeben, sowie Anknüpfungspunkte für die Arbeit von Chemie³ diskutiert.

Mit Blick auf die Erhebung der Fortschrittsindikatoren zeigte die Diskussion, dass es den Anspruchsgruppen vor allem auf hohe Datentransparenz ankommt. Nur so könne die Initiative glaubwürdig sein. Die Teilnehmer regten an, den Mehrwert der Indikatoren für Chemie³ herauszustellen und die Ergebnisse für weitere Diskussionen mit Stakeholdern zu nutzen. Bei der Interpretation der Daten erklärten sich die Teilnehmer bereit, im Bericht mit eigenen Einschätzungen zu den Daten zu Wort zu kommen.

Arbeitswelt von morgen

Der zweite Themenfokus war der Megatrend „Digitalisierung“. Im Rahmen von zwei Projekten haben die Allianzpartner von Chemie³ herausgearbeitet, was dieser Wandel konkret für die Branche bedeutet. Der VCI zeigt mit seinem Projekt „Chemie 4.0“ auf, wie die Chemie mithilfe der Digitalisierung zu einer nachhaltigen Entwicklung beiträgt. Die Sozialpartner IG BCE und BAVC widmen sich in ihrem Projekt „Arbeiten 4.0“ der Frage, wie die Chemie-Beschäftigten in der digitalen Arbeitswelt gesund, motiviert und qualifiziert bleiben. In der Diskussion mit den Stakeholdern wurde deutlich, dass sie die Digitalisierung als wichtigen Treiber für mehr Nachhaltigkeit sehen. Sie machten jedoch auch deutlich, dass dies kein Selbstläufer wird. Die Rolle von Chemie³ sehen die Stakeholder vor allem darin, die beiden Projekte zusammenzudenken und somit Mitarbeitern und Unternehmen zu helfen, sich auf die neuen Anforderungen einzustellen. Das Treffen zeigte einmal mehr: Die Einschätzungen und Anregungen der Stakeholder, ihr „Blick von außen“, sind unverzichtbar für die Initiative und helfen den Allianzpartnern dabei, Nachhaltigkeit in der chemischen Industrie voranzutreiben.


INFO: Chemie³-Stakeholder-Dialogkreis

Der Stakeholder-Dialogkreis von Chemie3 ist ein unabhängiger Kreis von Experten aus Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft, der die Entwicklung der Initiative kontinuierlich begleitet. Aufgabe ist es, in einem offenen Dialog Denkprozesse anzustoßen, Vorbehalte zu überwinden und Vertrauen aufzubauen mit dem Ziel, Impulse für die Weiterentwicklung von Chemie3 zu setzen. Der Kreis trifft sich einmal im Jahr.

Zum diesjährigen Dialogkreis kamen 18 Teilnehmer, darunter Vertreter folgender Organisationen:

  • Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände,
  • Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit,
  • Deutscher Gewerkschaftsbund,
  • Deutsche Bundesstiftung Umwelt, Wittenberg-Zentrum für Globale Ethik,
  • International Sustainable Chemistry Collaborative Centre (ISC3).


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Dieser Artikel ist im chemie report 05/2018 erschienen.

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Ansprechpartner

Elena Schad

E-Mail: schad@vci.de