„Chemie hoch 3": Erfahrungen aus dem Pilotprojekt

Nachhaltigkeits-Check macht Kollegen zum Team

Zwölf Chemieunternehmen haben im Rahmen eines Pilotprojektes erstmals den Nachhaltigkeits-Check von „Chemie hoch 3" erprobt. Für dieses Engagement zeichnete sie VCI-Präsident Karl-Ludwig Kley Anfang Juli auf einer Veranstaltung in Frankfurt aus. Diese bot Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch und zeigte: Die Resonanz der Pilotunternehmen war sehr ermutigend.

Zwölf Chemieunternehmen haben den Nachhaltigkeits-Check von "Chemie hoch3" zum ersten Mal erprobt. ©
Zwölf Chemieunternehmen haben den Nachhaltigkeits-Check von "Chemie hoch3" zum ersten Mal erprobt. ©

© VCI/Mendel

„Durch Ihr Engagement haben Sie, die Geschäftsführer, Mitarbeiter und Betriebsräte der Pilotfirmen, der Förderung von Nachhaltigkeit in der chemischen Industrie einen wirklichen Dienst erwiesen“, würdigte VCI-Präsident Karl-Ludwig Kley die zwölf Unternehmen auf der Veranstaltung „Chemie3: Erfahrungen aus dem Pilotprojekt“. Die Firmen hatten den Nachhaltigkeits-Check, den die Allianzpartner von Chemie3 gemeinsam mit der Trifolium Beratungsgesellschaft entwickelt haben, zum ersten Mal im Unternehmensalltag getestet.

Dieses Instrument soll ihnen helfen, Chancen und Risiken auf dem Gebiet der Nachhaltigkeit zu erkennen. Ihre Vorreiterrolle und ihre Erfahrungen seien deshalb ein wichtiger Prüfstein, wie man dieses Instrument noch besser und praxistauglicher machen könne, hob Kley hervor. Gleichzeitig appellierte er an die Pilotunternehmen, über ihre Erfahrungen zu informieren. „Denn sie können mit hoher Glaubwürdigkeit und Authentizität erzählen, was der Check gebracht hat, was gutgelaufen ist und welche Fehler man vermeiden kann.“

Ins Detail ging anschließend Thomas Merten, Trifolium-Geschäftsführer. Vor den rund 90 Teilnehmern der Veranstaltung erläuterte er die Aufgaben, die Ziele und den Ablauf des Pilotprojektes.

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„Jedes Unternehmen soll Nachhaltigkeit für sich umsetzen. Es ging jedoch nicht darum, einen Standard für die gesamte Branche zu entwickeln“, machte Merten deutlich.

Bei dem Nachhaltigkeits-Check handele es sich, so Merten, um eine vereinfachte Wesentlichkeitsanalyse, die speziell auf die Bedürfnisse der Mittelständler zugeschnitten sei. Bei dieser Analyse werden auf Grundlage der Chemie3-Leitlinien im Nachhaltigkeits-Check Aspekte, die für die Unternehmen wesentlich sind, eingeschätzt.

Nachhaltigkeits-Check legt Stärken und Schwächen offen

Fünf der zwölf Pilotunternehmen berichteten auf der Veranstaltung über ihre Erfahrungen mit dem Check. Ihr Fazit: Er ist ein wertvolles Instrument, um sich systematisch dem Thema Nachhaltigkeit zu nähern. Ihrer Auffassung nach lassen sich mit diesem Werkzeug Stärken und Schwächen im eigenen Betrieb bezüglich einer nachhaltigen Entwicklung erkennen und daraus konkrete Verbesserungsmöglichkeiten entwickeln.

Fünf der Pilotunternehmen berichteten über ihre Erfahrungen. Im Bild am Mikrofon: Dr. Annegret Vester vom Unternehmen CHT R. Beitlich GmbH. © VCI/Mendel

Aus den Berichten der Pilotunternehmen ging auch hervor, dass der Nachhaltigkeits-Check wichtige Prozesse in den Firmen ausgelöst hat: So habe man beispielsweise das bisherige Ressortdenken überwunden, und setze nun vielmehr darauf, ein gemeinsames Verständnis der Gesamtunternehmensziele zu entwickeln. Auch seien konkrete Projekte aus dem Nachhaltigkeits-Check bereits hervorgegangen. Wichtig sei ebenfalls, so ein Ergebnis des Pilotprojektes, dass ein externer Berater den Selbstbewertungstest begleite, um auch kritische Fragen zu stellen.

Darüber hinaus hat die Diskussion gezeigt: Auch wenn die Unternehmen Zeit in das Projekt investieren mussten, hat sich der Nachhaltigkeits-Check für sie gelohnt. Sie empfehlen daher anderen Unternehmen der Branche, sich ebenfalls einer solchen Selbsteinschätzung zu unterziehen. Ein Vertreter der Pilotunternehmen brachte es auf den Punkt: „Nachhaltigkeit ist kein Zustand, der erreicht werden kann, sondern ein kontinuierlicher Prozess."

Zwölf Pioniere

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Apogepha Arzneimittel GmbH
m.: Steffi Liebig, Projektleiterin
r.: Dr. Manfred Bräter,
Betriebsratsvorsitzender
CHT R. Beitlich GmbH
m.: Dr. Annegret Vester, Projektleiterin
r.: Michael Wellhäußer,
Betriebsratsvorsitzender
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Currenta GmbH & Co. OHG
r.: Dr. Ulrich Bornewasser,
Projektleiter
Engelhard Arzneimittel
GmbH & Co. KG

m.: Britta Golomb, Projektleiterin
r.: Richard Mark Engelhard,
Geschäftsführer
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G.E. Habich's Söhne
GmbH & Co. KG

l.: Martin Kersten, Geschäftsführer
r.: Sascha Garbe, Projektleiter
Hobum Oleochemicals GmbH
m.: Renate Polster, Geschäftsführerin
r.: Arnold G. Mergell, Geschäftsführer
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Merz Pharma GmbH & Co. KGaA
2. v.l.: Fred Lütkenhaus, Projektleiter
3. v.l.: Peter Franzmann, Betriebsrat
rechts: Dr. Rüdiger Koch,
Betriebsratsvorsitzender
W. Neudorff GmbH KG
2. v. l.: Hans-Martin Lohmann, Geschäftsführer
3. v.l.: Johannes Albers, Projektleiter
4. v.l.: Jörg Grüner, Betriebsrat
rechts: Jürgen Lohmann, Geschäftsführer
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Rockwood Lithium GmbH
r.: Thomas Krause, Projektleiter
Sto AG SE & Co. KGaA
r.: Dr. Eike Messow, Projektleiter
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Worlée-Chemie GmbH
2. v.l.: Barbara Eschke, Projektleiterin
2. v.l.: Jennifer Müller, Betriebsrätin
rechts: Reinhold von Eben-Worlée,
Geschäftsführer
BÜFA Reinigungssysteme GmbH & Co. KG
(Das Unternehmen konnte bei der Ehrung leider nicht live dabei sein.)

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Infos, Tools und Good-Practice-Beispiele - alles Wichtige rund um die Nachhaltigkeit jetzt im Mitgliederbereich von Chemie3
Infos, Tools und Good-Practice-Beispiele - alles Wichtige rund um die Nachhaltigkeit jetzt im Mitgliederbereich von Chemie3 © VCI/Mendel
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