Gastbeitrag des niederländischen Chemieverbandes VNCI

Nachhaltigkeit ist in der Chemie fest verankert

2014: erster Nachhaltigkeitsbericht. 2030: 40 Prozent weniger CO2-Ausstoß. 2050: führende Rolle bei der grünen, biobasierten Chemie. Genügend Ziele für den Verband VNCI und die chemische Industrie der Niederlande, um kurz- und langfristig enorme Vorhaben in Bezug auf Nachhaltigkeit und Responsible Care zu verwirklichen.

Colette Alma, Geschäftsführerin des Chemieverbandes VNCI © Sandra Zeilstra Photography
Colette Alma, Geschäftsführerin des Chemieverbandes VNCI © Sandra Zeilstra Photography

Wie vielfältig die Mitgliedsunternehmen des VNCI auch sind, eines haben sie unbestritten gemein: Augenmerk für Nachhaltigkeit und Responsible Care. Immer wieder aufs Neue bringen sie uns mit neuen Projekten zur stets weiteren Verringerung ihres Fußabdruckes zum Staunen. Dies variiert von kleinen Verbesserungen bis zur vollständigen Änderung der Unternehmensphilosophie. Nehmen wir das Unternehmen Dow Chemicals, das sowohl auf Mikro- als auch Makroebene ständig innoviert. Beispielsweise begibt sich jedes Jahr eine Gruppe Ehrenamtlicher in das Umland der Fabrik in der Provinz Seeland, um Nistkästen für Vögel zu bauen, während das Unternehmen an der anderen Seite des Spektrums für sein Kühlwasser intensiv mit der Umstellung von Trinkwasser auf salziges Meerwasser beschäftigt ist.

Wir können guten Gewissens sagen, dass die Nachhaltigkeit in den Unternehmen fest verankert ist. Einerseits zeigt sich dies durch den möglichst wirtschaftlichen Materialeinsatz. So gestalten sie ihre Anlagen energiesparender (und verringern damit den CO2-Ausstoß), verwenden Kühlwasser wieder und sie begrenzen die Menge der erforderlichen Rohstoffe. Andererseits ist Innovation der Schlüssel zu noch mehr Nachhaltigkeit. Das Recycling eigener Produkte, der Wechsel zu umweltfreundlichen Rohstoffen und der nützliche Einsatz von Abfallstoffen sind nur einige Beispiele. Diese Innovationen realisieren niederländische Chemieunternehmen häufig gemeinsam mit staatlichen Instanzen und Universitäten in öffentlich-privaten Kooperationen, in denen an intelligenten Produkten, nachhaltigen Prozessen und neuen, umweltfreundlichen Rohstoffen gearbeitet wird.

Nun klingen schöne Pläne schnell nach Greenwashing, aber die niederländischen Chemieunternehmen setzen über Nachhaltigkeitsberichte alles daran, ihre Maßnahmen so konkret und messbar wie möglich zu gestalten. Und das trägt Früchte. Chemieriesen wie DSM und AkzoNobel erzielen im Dow Jones Sustainability Index konsequent gute Ergebnisse, und niederländische Chemieunternehmen gewinnen regelmäßig, so auch dieses Jahr, den europäischen Responsible-Care-Preis.

Rolle des Verbandes VNCI

IAls Branchenverband der niederländischen Chemieindustrie sind Nachhaltigkeit und Responsible Care auch für den VNCI absolute Spitzenprioritäten. So überwachen wir jährlich die Leistungen unserer Mitgliedsunternehmen im Bereich Responsible Care. Diese Daten zeigen deutlich, wie viel Aufwand die Chemiebranche in die nachhaltigere Gestaltung steckt. Damit dieser Fortschritt auch der Außenwelt ersichtlich gemacht werden kann, möchten wir 2014 unseren ersten Nachhaltigkeitsbericht veröffentlichen.

Außer harten Zahlen zu den Entwicklungen in der Branche erläutern wir dort auch die Ziele der niederländischen Chemieindustrie für die kommende Zeit. Eines der Ziele können wir bereits enthüllen. Wir arbeiten darauf hin, dass die von der Chemieindustrie als Rohstoff genutzte Biomasse mittels Zertifizierung garantiert nachhaltig produziert wurde und eine CO2-Einsparung in der Kette einbringt.

Zudem überprüfen wir regelmäßig unsere Pläne. Dies geschieht durch Beratschlagung über unsere Pläne mit wichtigen Stakeholdern. Diese Vertreter, unter anderem von Banken, Umweltverbänden und anderen Branchen, können uns, wo erforderlich, inspirieren und unsere Pläne anpassen. So sorgen wir dafür, dass unsere Pläne effektiv und durchführbar sind, wodurch unsere Ziele immer mehr verwirklicht werden.

Colette Alma, Geschäftsführerin VNCI ( alma@vnci.nl )

Den vollständigen Gastbeitrag aus dem chemie report 12/2012 finden Sie im Downloadbereich im Kopf dieser Seite.

Für Fragen und Anregungen nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.

Ansprechpartner

Monika von Zedlitz

E-Mail: zedlitz@vci.de

Mehr zum Thema