essenscia setzt auf Nachhaltigkeit

Sustainability im Mittelpunkt der Verbandsarbeit

Der belgische Chemieverband essenscia kann sich freuen: Er hat den diesjährigen „Responsible-Care-Sonderpreis für Verbände“ des europäischen Chemieverbandes Cefic erhalten – und zwar für seinen Sustainability Report. Der Preis ist Anerkennung für das Engagement des Verbandes in Sachen Nachhaltigkeit. In einem Gastbeitrag erläutert Frank Beckx, Kommunikationschef von essenscia, die Leistungen.

Cefic-Auszeichnung für essencia-Präsident Wouter de Geest (r.) und Geschäftsführer Yves Verschueren (l.) © Chris Renton 2012
Cefic-Auszeichnung für essencia-Präsident Wouter de Geest (r.) und Geschäftsführer Yves Verschueren (l.) © Chris Renton 2012

Rund 800 Mitgliedsunternehmen aus den Bereichen Chemie, Kunststoffe und Life Sciences vertritt essenscia in Belgien. Nachhaltige Entwicklung steht im Mittelpunkt der Arbeit des belgischen Chemieverbandes. Konkret bedeutet das, soziale, wirtschaftliche und ökologische Aspekte stetig zu verbessern. Das gilt nicht nur für die Produktion und Logistik, sondern für alle von den genannten Sparten bereitgestellten Produkte.

In dem Nachhaltigkeitsbericht wird anhand mehrerer spartenbezogener Initiativen aufgezeigt, in welcher Weise die jeweiligen Produkte aktiv zur Entwicklung einer nachhaltigen Gesellschaft beitragen. Beispielhaft geht es um Anwendungen in der Bauwirtschaft, um Wasch- und Reinigungsmittel oder pflanzliche Arzneimittel. Neben diesen spartenbezogenen Initiativen rief essenscia verschiedene Maßnahmen ins Leben, um Jugendliche für ein naturwissenschaftliches oder technisches Studium zu gewinnen und das Ansehen der chemischen Industrie bei jungen Menschen zu fördern.

2009 veröffentlichte essenscia als erster Chemieverband in Europa einen Nachhaltigkeitsbericht. Inzwischen haben weitere Branchen in Belgien sowie der europäische Chemieverband Cefic vergleichbare Publikationen herausgegeben. Der Nachhaltigkeitsbericht wurde 2011 aktualisiert. Er ist ein hervorragendes Instrument, um die Gesellschaft als Ganzes sowie einzelne gesellschaftliche Gruppen zu erreichen: Er belegt und beschreibt den innovativen und zukunftsgerichteten Geist in der chemischen Industrie und verbessert somit deren Bild und Verständnis. Der Bericht wurde mit Unterstützung von Mitgliedsunternehmen und zahlreichen interessierten Kreisen wie Nichtregierungsorganisationen, Gewerkschaften, Fachleuten und Universitäten erstellt. Anhand sorgfältig ausgewählter Leistungsindikatoren, die auf den Grundsätzen der Global Reporting Initiative (GRI) basieren, werden die Beiträge der Branche zu den „3 P‘s der Nachhaltigkeit“ dargelegt; P steht für People = soziale Komponente, Planet = ökologische Komponente, Prosperity = wirtschaftliche Komponente. Zusätzlich enthält der essenscia-Nachhaltigkeitsbericht einen ausschließlich den Produkten gewidmeten Teil mit Informationen über spartenbezogene Initiativen und innovative Projekte zum Thema Nachhaltigkeit. In dem Bericht spiegeln sich die wichtigsten Trends für die Industriezweige Chemie, Kunststoffe und Life Sciences in Belgien. Außerdem bestätigt der Bericht die Schlüsselrolle der Industrie für Beschäftigung und die belgische Volkswirtschaft.

Die strategische Entscheidung für Nachhaltigkeit führte im Jahr 2012 zur Gründung von FISCH (Flanders Innovation Hub for Sustainable Chemistry) und Greenwin, eine vergleichbare Initiative für den Innovationsstandort Wallonien. Beide Einrichtungen treiben von Mitgliedsunternehmen angestoßene Projekte zu vielfältigen Themen der nachhaltigen Chemie voran. Die Verpflichtung von essenscia für eine nachhaltige Zukunft gilt auch weiterhin: Im kommenden Jahr wird essenscia erneut einen Bericht über die positiven Beiträge der Branche zu einer nachhaltigen Entwicklung herausgeben.

Frank Beckx ( fbeckx@essenscia.be )

Den vollständigen Gastbeitrag aus dem chemie report 11/2013 finden Sie im Downloadbereich im Kopf dieser Seite.

Für Fragen und Anregungen nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.

Ansprechpartner

Monika von Zedlitz

E-Mail: zedlitz@vci.de

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