CSR-Berichtspflicht

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Die EU-CSR-Richtlinie von 2014 hat Deutschland im April 2017 mit dem „Gesetz zur Stärkung der nichtfinanziellen Berichterstattung der Unternehmen in ihren Lage- und Konzernlageberichten" (auch CSR-Richtlinien-Umsetzungsgesetz, CSR-RUG) in nationales Recht umgesetzt. Seitdem gibt es eine Pflicht zur nichtfinanziellen Berichterstattung. Betroffen sind börsennotierte Unternehmen mit mehr als 500 Beschäftigten, deren Bilanzsumme mehr als 20 Millionen Euro beträgt oder die Umsatzerlöse von mehr als 40 Millionen Euro erzielen. Die Berichtspflicht gilt auch für Personenhandelsgesellschaften, die mehr als 500 Menschen beschäftigen und kapitalmarktorientiert sind, sowie – unabhängig von der Kapitalmarktorientierung – für Kreditinstitute, Finanzdienstleistungs- und Versicherungsunternehmen, die im Jahresdurchschnitt mehr als 500 Menschen beschäftigen.

Sie alle müssen über Umwelt-, Sozial- und Arbeitnehmerbelange, Achtung der Menschenrechte und die Bekämpfung von Korruption und Bestechung berichten.

Als Teil des „Green Deal“ läuft auf EU-Ebene ein Konsultationsprozess zur Überarbeitung der „Non-Financial Reporting“-Richtlinie (NFRD). Die Konsultation geht bis Mitte Juni 2020, bis Ende 2020 soll die überarbeitete Richtlinie dann durch die EU-Kommission verabschiedet werden. Der VCI beteiligt sich an der Konsultation.

Weitere Informationen finden Sie auf der Web-Plattform von Chemie³.