Mitgliederversammlung 2015

Dr. Thomas Schäfer zu Gast bei der Mitgliederversammlung

Der hessische Finanzminister Dr. Thomas Schäfer bezog als Gastredner der heutigen Mitgliederversammlung des VCI Hessen Stellung zu den Rahmenbedingungen für den Chemie- und Pharmastandort Hessen im Zeichen von „Schwarz-Grün“. Mit gut 28 Mrd. Euro Jahresumsatz und 60.000 Beschäftigten sei die Branche weiter einer der wichtigsten und innovativsten Industriezweige im Land.

Dr. Thomas Schäfer, hessischer Finanzminister, sprach auf der Mitgliederversammlung des VCI Hessen über die Rahmenbedingungen für den Chemie- und Pharmastandort Hessen. Foto: © VCI Hessen, Fotograf: Arne Landwehr © www.arnelandwehr.de
Dr. Thomas Schäfer, hessischer Finanzminister, sprach auf der Mitgliederversammlung des VCI Hessen über die Rahmenbedingungen für den Chemie- und Pharmastandort Hessen. Foto: © VCI Hessen, Fotograf: Arne Landwehr © www.arnelandwehr.de

Wiesbaden, 15. Juli 2015 - Der hessische Finanzminister Dr. Thomas Schäfer bezog als Gastredner der heutigen Mitgliederversammlung des VCI Hessen Stellung zu den Rahmenbedingungen für den Chemie- und Pharmastandort Hessen im Zeichen von „Schwarz-Grün“. Mit gut 28 Mrd. Euro Jahresumsatz und 60.000 Beschäftigten sei die Branche weiter einer der wichtigsten und innovativsten Industriezweige im Land. Die Unternehmen leisteten einen enormen Beitrag zum Steueraufkommen des Landes. Nicht nur deshalb setze sich Hessen für einen Kompromiss bei der Novelle des Erbschafts- und Schenkungssteuergesetzes ein, der auch für die Familienunternehmen im Land tragbar sei und deren künftige Existenz auch dann sichere, wenn das Unternehmen an die nächste Generation übergeben werde. In der schwarz-grünen Landesregierung habe die Branche einen fairen und kritisch- konstruktiven Partner. Der VCI-Landesvorsitzende Dr. Reckmann sprach sich dafür aus, die „Seveso-III-Richtlinie“ zur Anlagensicherheit ohne Verschärfungen und mit der erforderlichen Rechtsklarheit in deutsches Recht umzusetzen. Zusätzliche Verpflichtungen für Anlagenbetreiber schafften Bürokratie, führten zu Verfahrensverzögerungen und Kostensteigerungen für die Vorhabenträger. Investitionen an den deutschen Standorten dürften nicht weiter erschwert werden.

Dr. Reckmann und Dr. Schäfer sprachen sich gemeinsam klar für den baldigen Abschluss des zwischen der EU und den USA geplanten Freihandelsabkommens TTIP aus. Die Reduktion der Zölle sowie der doppelten Aufwendungen beispielsweise für Registrierungen und Dokumentationen würde den Austausch von Produkten zwischen den beiden größten Wirtschaftsräumen der Welt deutlich vereinfachen. Durch leichteren Marktzugang und günstigere Vorprodukte verbessert sich auch die Wettbewerbsposition mittelständischer Unternehmen in den USA und es eröffnen sich völlig neue Marktchancen. Vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung seien die weiteren Wachstumsoptionen in Europa begrenzt. Deshalb müsse man die sich bietenden Chancen entschlossen nutzen.

Nachhaltigkeit

Gemeinsam mit den Allianzpartnern HessenChemie und IG BCE hat der VCI Hessen einen Nachhaltigkeitswettbewerb für junge Menschen in Hessen 2014 durchgeführt. Stellvertretend für das Team der Fresenius-Kabi Deutschland präsentierte der Auszubildende Jonas Orf mithilfe eines Produkt-Globus die internationale Bedeutung der Nachhaltigkeit für sein Unternehmen. Er bewies damit, dass gerade die Jüngsten in den Unternehmen einen wichtigen Beitrag zur Nachhaltigkeitsinitiative Chemie³ leisten und diese damit erlebbar machen.

Im Rahmen der Mitgliederversammlung wurde auch das Unternehmen Merck KGaA, aus Darmstadt für seinen Beitrag zum diesjährigen Responsible Care-Landeswettbewerb zu Transportsicherheit und nachhaltiger Logistik ausge-zeichnet. Bernhard Scholz, bei Merck verantwortlich für Transport, erläuterte das eingereichte Projekt zu maßgeschneiderter Transporttechnik für Abfall- Gefahrguttransporte und nahm gemeinsam mit Heinz-Jürgen Trinkaus die Auszeichnung entgegen.

Industrie 4.0

Einen weiteren Impuls zum Thema Industrie 4.0 in der chemisch-pharmazeutischen Industrie setzte Prof. Dr. Carlo Simon, Vizepräsident für Forschung und Lehre an der Provadis-Hochschule in Frankfurt-Höchst im Rahmen seines Gastvortrages.

Für Fragen und Anregungen nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.

Ansprechpartner

Sula Lockl

E-Mail: lockl@vci.de