Raumschiff Surprise – so arbeiten wir morgen?

Die Arbeit der Zukunft – besteht sie aus flexiblen Arbeitszeiten, wechselnden Projektgruppen, flachen Hierarchien und Roboter-Kollegen? Was davon ist sinnvoll und was ist lediglich übertrieben? Welche Ideen sind geeignet für die unterschiedlichen Arbeitsplätze, die Mitarbeiter und die verschiedenen Unternehmen?

© CWFG / Arne Landwehr

Die knapp 100 Teilnehmer der Veranstaltung „Raumschiff Surprise – wie arbeiten wir morgen?" trafen sich im neuen „Merck Innovation Center" in Darmstadt, um Konzepte für die Arbeitswelt von Morgen zu beleuchten. Wie das konkret aussieht zeigten Best-Practice-Beispiele aus den Unternehmen zu Arbeitszeitgestaltung und -organisation, sowie dem Einfluss von räumlichen Gegebenheiten und dem Willen, eine Start-up Mentalität in den Unternehmen zu pflegen. Aus allen Beispielen wurde klar: es sind die Unternehmen UND ihre Mitarbeiter, die die Arbeitswelt von morgen gestalten – wer sonst?

AbbVie hat seine Mitarbeiter zu Super-Navigatoren befähigt. Mit einem „Life Navigation Agreement" haben diese die Option, an verschiedenen Orten unter freier Zeiteinteilung zu arbeiten. Vertrauen, stärkere Teamkommunikation und monatliche Trainingsangebote ermöglichen das flexible Konzept. Fresenius Kabi zeigte eindrucksvoll, wie sich digitale Transformation auf alle Geschäftsbereiche und letztlich das Geschäftsmodell auswirkt. So laufen im eigens eingerichteten DigitalLab wesentliche Themen wie die Suche nach digitalen Talenten, User-Experience und Co-Working als neue Art der Kooperation zusammen.

Arbeitsminister Grüttner ruft alle Akteure zur Gestaltung der Arbeitswelt von morgen auf
Arbeitsminister Grüttner ruft alle Akteure zur Gestaltung der Arbeitswelt von morgen auf © CWFG / Arne Landwehr
Eine innovative Formel für bessere Zusammenarbeit hat B. Braun gefunden. Die Zutaten: Selbstorganisation, Agilität, Transparenz - gepaart mit mehr Spielraum zum Ausprobieren und flachen Hierarchien - machen das Erfolgsrezept aus, mit dem sich B. Braun für die zunehmende Komplexität in der Arbeitswelt bestens aufgestellt sieht. Gastgeber Merck kann ebenfalls auf eine spannende Reise zurückblicken. Am Anfang stand die Idee, agiles und modernes Arbeiten zu fördern. Entstanden sind u.a. flexible Arbeitszeitkonzepte, agile Teams und flache Organisationsformen mit der Erkenntnis, dass neue Arbeitszeitformen Spaß machen und Wettbewerbsvorteile schaffen.

„Fachkräftesicherung im Sinne der Dachmarke „Arbeitswelt Hessen" erfordert eine nachhaltige, soziale und innovative Ausgestaltung von Arbeitsplätzen", betonte der Hessische Arbeitsminister Stefan Grüttner in seinem Grußwort. Ein studentischer Debattierclub diskutierte das Für und Wider der neuen Arbeitswelt und ging gleichsam Ängsten und Chancen auf den Grund. Die Expertin Dr. Josephine Hofmann vom Fraunhofer Institut spannte den Bogen von der Wissenschaft zur Unternehmensrealität. Deutlich wurde für die knapp 100 Teilnehmer, dass „New Work" eine Aufgabe für alle Unternehmen und deren Bereiche sein sollte.

Die Mitglieder des Debattierclub Goethes Faust e.V. ringen um die besseren Argumente

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