28. Forum Kommunikation

Nachhaltigkeit leben und kommunizieren

Das 28. FORUM Kommunikation der Chemieverbände Hessen stand unter dem Motto „Nachhaltigkeit in der Unternehmenskommunikation“. Hierzu kamen 60 Kommunikationsexperten auf dem HessenChemie Campus in Wiesbaden zusammen.

Ziel der Veranstaltung war es, aus Perspektive der Chemiebranche eine Kommunikationsstrategie zu entwickeln, um den Leitgedanken der Nachhaltigkeit in der Berichterstattung der Unternehmen zu verankern und qualitativ abzusichern. Dabei ging es insbesondere darum, Transparenz im Hinblick auf die Mindestanforderungen zu erreichen sowie Erfolgsfaktoren für die Nachhaltigkeitsberichtserstattung zu identifizieren.

In ihrer Begrüßung gab Sula Lockl, VCI Hessen, einen Überblick über die bisherigen Themenbereiche des FORUM Kommunikation, das im Jahr 2005 aus dem Arbeitskreis für Öffentlichkeitsarbeit entstand. Das Spektrum umfasste Themen von der Krisenkommunikation über den Umgang mit Social Media bis hin zu abteilungsübergreifenden Themen wie „HR meets PR".

Dr. Andreas Zamostny, Schlange & Co, erläutert die Anforderung an die Nachhaltigkeitsberichterstattung
Dr. Andreas Zamostny, Schlange & Co, erläutert die Anforderung an die Nachhaltigkeitsberichterstattung
Im Rahmen des ersten Fachvortrags erläuterte Andreas Zamostny von S&C Consultants die grundlegende Bedeutung des Nachhaltigkeitsberichts für Unternehmen und gab einen Überblick über die Vielzahl von nationalen und internationalen gesetzlichen Vorgaben. Er strich heraus, dass Nachhaltigkeitsberichterstattung ein wesentliches Element des Managements von Unternehmen ist, die in einem internationalen Wettbewerb stehen.

Dr. Riccardo Wagner, Professor an der Hochschule Macromedia, verdeutlichte die Notwendigkeit eines Sinnstiftungsprozesses, der die Bedeutung von Nachhaltigkeit von der Konzeption bis zur Produktion im Unternehmen für alle Beteiligten nachvollziehbar und handhabbar abbildet.

Ein gelungenes Beispiel einer gelebten Nachhaltigkeitsstrategie demonstrierte Birgitta Schenz, Leiterin der Unternehmenskommunikation des Mainzer Familienunternehmens Werner & Mertz, das insbesondere durch die Marke Frosch bekannt ist. Anschaulich legte sie dar, wie der ganzheitliche Ansatz der Nachhaltigkeit auf einer Harmonisierung von Ökonomie, Ökologie und Sozialem basiert. Diese drei Säulen stellten den Markenkern des Unternehmens dar.

Dieter Wunderlich, Mitglied bei German Watch und Inhaber des Beratungsunternehmens questcafé, bediente sich einer Retrospektive, die verschiedene Phasen der CSR-Kommunikation anschaulich dargestellte. Anhand der einzelnen Entwicklungsstufen skizzierte er den Handlungsbedarf im Sinne der unternehmerischen Verantwortung für Gesellschaft und Umwelt. Dabei appellierte er an die Zuhörer, bisherige Entwicklungsschritte nicht als Grenze zu begreifen, sondern mutig voranzuschreiten.

Der Kommunikationschef der Clariant, Dr. Kai Rolker, charakterisierte den Prozess der Nachhaltigkeit im Unternehmen als Treiber für Innovationen. Er begreife die Nachhaltigkeit als integralen Bestandteil einer unternehmerischen Gesamtstrategie. Dies sei zu veranschaulichen, indem man vorgegebene Ziele regelmäßig mit der Realität abgleiche und die Kommunikation darüber innerhalb und außerhalb des Unternehmens sichtbar mache.

Dr. Andreas Ogrinz vom Bundesarbeitgeberverband Chemie (BAVC) beleuchtete den Weg der chemischen Industrie zu einer verantwortungsbewussten Nachhaltigkeitsbranche. Er verstehe diesen u.a. als logischen Schritt der Branche, die damit auch in Zukunft attraktiver Arbeitgeber bleibe. Wesentlich sei beim Streben nach Nachhaltigkeit, dass die Prozesse der Unternehmen von Glaubwürdigkeit getragen würden, nach innen wie nach außen. Die Brancheninitiative Chemie³ leiste hier einen wertvollen Beitrag.

Abschließend stellte Dr. Hans-Georg Klose für die Chemieverbände Hessen das Handbuch zur Krisenkommunikation, zu dem es in 2019 Schulungen geben wird.

Für Fragen und Anregungen nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.

Ansprechpartner

Sula Lockl

E-Mail: lockl@vci.de