Zahlen und Fakten

Entwicklung in Hessen

Die Umsätze in der chemisch-pharmazeutischen Industrie in Hessen sind im Jahr 2016 leicht zurückgegangen. Mit einem Minus von 3,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr fielen diese auf 26 Milliarden Euro. Weitestgehend stabil blieben die Umsätze im Ausland mit rund 17,8 Milliarden Euro. Das Inlandsgeschäft war allerdings stark rückläufig. Es schrumpfte auf 8,1 Milliarden Euro, was einen Rückgang um 9,1 Prozent bedeutet. Die Produktion ging 2016 ebenfalls leicht zurück. Sie lag saisonbereinigt um 0,8 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres. Auch die Erzeugerpreise waren letztes Jahr weiterhin rückläufig. Sie gaben noch einmal um 1,3 Prozent nach.

Die konjunkturelle Schwäche hat auch Spuren bei der Beschäftigung hinterlassen. Laut amtlicher Statistik waren 2016 durchschnittlich 58.984 Menschen in der Branche beschäftigt. Das sind 0,9 Prozent weniger als im Vorjahr.

Der Gesamtumsatz der klassischen Chemie betrug 2016 laut amtlicher Statistik 14,3 Milliarden Euro. Er sank damit im Jahresvergleich deutlich um 8,6 Prozent. Besonders stark war der Rückgang im Inlandsgeschäft. Dort erlösten die Unternehmen letztes Jahr 4,2 Milliarden Euro, und damit deutliche 16 Prozent weniger als 2015. Auch im Ausland sank der Umsatz um 5,1 Prozent auf 10,1 Milliarden Euro.

Die pharmazeutische Industrie erwies sich dagegen als konjunktureller Stabilitätsanker für die gesamte Branche: Der Pharma-Umsatz stieg um drei Prozent auf 11,7 Milliarden Euro. Die Umsatzerlöse im Inland bewegten sich mit 3,9 Milliarden Euro auf dem Niveau des Vorjahres. Die Auslandsumsätze konnten dafür jedoch auf 7,8 Milliarden Euro gesteigert werden. Dies entspricht einem Zuwachs von 4,6 Prozent.