Hannah Rosenbach erhält das Hoechst Doktorandenstipendium der Aventis Foundation

Hannah Rosenbach wird für ihre hervorragenden Studienleistungen mit dem Hoechst Doktorandenstipendium ausgezeichnet. Dieses Stipendium ist mit 44.000 Euro dotiert und wird einmal jährlich über die Stiftung Stipendien-Fonds des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI) vergeben.

Hannah Rosenbach erhält das Hoechst Doktorandenstipendium der Aventis Foundation - Foto: © Ingrid Span
Hannah Rosenbach erhält das Hoechst Doktorandenstipendium der Aventis Foundation - Foto: © Ingrid Span

In ihrer Doktorarbeit an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf beschäftigt sich Frau Rosenbach mit der Struktur und dem Reaktionsmechanismus katalytisch aktiver Desoxyribonukleinsäuren (DNA). Diese DNA-Sequenzen werden aufgrund ihrer katalytischen Aktivität auch als DNA-Enzyme oder DNAzyme bezeichnet. DNAzyme können nahezu jede beliebige Ribonukleinsäurensequenz mit hoher Effizienz und Spezifität spalten, daher haben sie ein hohes Potential für therapeutische Anwendungen. Analog zu den Ribozymen, können bestimmte DNA-Stränge eine komplexe dreidimensionale Struktur ausbilden, welche es ihnen erlaubt, chemische Umsetzungen zu katalysieren. Warum einige DNA-Stränge diese außergewöhnliche Konformation ausbilden, die es den Biomolekülen ermöglicht chemische Bindungen zu spalten oder zu bilden, ist bislang wenig verstanden. Hannah Rosenbach strebt die Aufklärung der Struktur von DNAzymen in einer aktiven Konformation mit Hilfe von Röntgenbeugung an. Weiterhin sollen fluoreszenzbasierten Methoden mehr Informationen zu dem Mechanismus der DNA-katalysierten Reaktion liefern. Betreut wird die Doktorarbeit von Frau Jun.-Prof. Dr. Ingrid Span am Institut für Physikalische Biologie der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.

Hannah Rosenbach, geboren im Jahre 1992 in Duisburg, studierte nach dem Abitur Biochemie an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Nach einem sehr guten Bachelorabschluss absolvierte sie ihr Masterstudium als eine der besten ihres Jahrgangs. Über den gesamten Zeitraum ihres Studiums wurde sie durch das Deutschlandstipendium gefördert. Ihre Masterarbeit verfasste sie 2016 in der Arbeitsgruppe von Frau Jun.-Prof. Dr. Span und legte dabei den Grundstein für ihre aktuelle Forschung.

Das Hoechst Doktorandenstipendium wurde bis 2009 von der Aventis Foundation, einer gemeinnützigen Stiftung mit Sitz in Frankfurt am Main, vergeben. Diese wurde 1996 von der Hoechst AG unter dem Namen Hoechst Foundation gegründet und im Jahr 2000 in Aventis Foundation umbenannt. Im Zuge einer Kooperation mit dem Fonds der Chemischen Industrie wird das Hoechst Doktorandenstipendium seit 2010 in einem gemeinsamen Auswahlverfahren vergeben. Anträge, Begutachtung, Stipendienvergabe und Betreuung der Stipendiaten übernimmt der Fonds. Die finanziellen Mittel stellt die Aventis Foundation zur Verfügung.

Für Fragen und Anregungen nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.

Ansprechpartner

Dr. Stefanie Kiefer

E-Mail: kiefer@vci.de