Julie Pieper genannt Schmauck erhält Hoechst Doktorandenstipendium

Julie Pieper genannt Schmauck wird für ihre hervorragenden Studienleistungen im Fach Chemie mit dem Hoechst Doktorandenstipendium ausgezeichnet. Dieses Stipendium ist mit 44.000 Euro dotiert und wird einmal jährlich über die Stiftung Stipendien-Fonds des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI) vergeben.

Julie Pieper genannt Schmauck erhält Hoechst Doktorandenstipendium.- Foto: © Julie Schmauck
Julie Pieper genannt Schmauck erhält Hoechst Doktorandenstipendium.- Foto: © Julie Schmauck

In ihrer Doktorarbeit an der Universität zu Köln beschäftigt sich Frau Schmauck mit dem Design und der Anwendung von Katalysatoren auf Basis von Pnicogen-Bindungen. Pnicogen-Bindungen sind nicht-kovalente Wechselwirkungen zwischen einer Lewis-Base und der elektrophilen Region eines Pnicogen-Atoms (z.B. Phosphor). Die Stärke dieser bislang wenig untersuchten Wechselwirkung ist dabei vergleichbar mit der von Wasserstoff- und Halogen-Brücken. Sie stellen daher vielversprechende Alternativen zur Aktivierung organischer Substrate und infolgedessen für organokatalytische Anwendungen dar. Julie Schmauck wird mit quantenchemischen und experimentellen Analysen das Verständnis von Pnicogen-Bindungen verbessern, phosphorbasierte Organokatalysatoren entwickeln und diese in organischen Reaktionen anwenden. Betreut wird die Doktorarbeit von Dr. Martin Breugst und Prof. Albrecht Berkessel am Institut für Organische Chemie der Universität zu Köln.

Julie Schmauck, Jahrgang 1990, wurde in Köln geboren. Nach dem Abitur studierte sie Chemie an der Universität zu Köln. Nach einem sehr guten Bachelorabschluss legte sie die Masterprüfung als Beste Ihres Jahrgangs ab. Ihre Masterarbeit hat sie am Imperial College in London, UK absolviert. Sie wurde während des Studiums durch das Deutschlandstipendium der Bayer Science & Education Foundation und durch das PROMOS Stipendium des DAAD ausgezeichnet. Außerdem kann sie bereits zwei Publikationen vorweisen.

Das Hoechst Doktorandenstipendium wurde bis 2009 von der Aventis Foundation, einer gemeinnützigen Stiftung mit Sitz in Frankfurt am Main, vergeben. Diese wurde 1996 von der Hoechst AG unter dem Namen Hoechst Foundation gegründet und im Jahr 2000 in Aventis Foundation umbenannt. Im Zuge einer Kooperation mit dem Fonds der Chemischen Industrie wird das Hoechst Doktorandenstipendium seit 2010 in einem gemeinsamen Auswahlverfahren vergeben. Anträge, Begutachtung, Stipendienvergabe und Betreuung der Stipendiaten übernimmt der Fonds. Die finanziellen Mittel stellt die Aventis Foundation zur Verfügung.

Für Fragen und Anregungen nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.

Ansprechpartner

Dr. Stefanie Kiefer

E-Mail: kiefer@vci.de