Dozentenpreis des Fonds

© Lutz Greb

Der Dozentenpreis des Fonds der Chemischen Industrie wurde am 11. November 2021 an Prof. Dr. Lutz Greb, Institut für Chemie / Anorganische Chemie der FU Berlin, vergeben.

Lutz Greb, Jahrgang 1984, studierte Chemie an den Universitäten Freiburg und Pierre et Marie Curie in Paris. Nach Abschluss seiner Diplomarbeit unter der Betreuung von Bernhard Breit, wechselte er nach Karlsruhe an das KIT. Dort promovierte er 2013 unter Leitung von Jan Paradies. Im Anschluss daran absolvierte er einen Postdoktorandenaufenthalt bei Jean-Marie Lehn in Strasbourg, gefördert durch ein Feodor Lynen Stipendium der Alexander von Humboldt-Stiftung. Dort beschäftigte er sich mit supramolekularer Chemie und molekularen Motoren.

2016 kehrte er zurück nach Deutschland an die Universität Heidelberg und gründete dort - gefördert durch ein Liebig-Stipendium - seine eigene Nachwuchsgruppe. Sein Mentor ist Hans-Jörg Himmel. Seit März 2019 leitet er eine Emmy Noether-Nachwuchsgruppe. Außerdem erhielt er 2019 den ADUC-Preis und 2020 den BASF-Wöhler-Nachwuchspreis und den Thieme Journal Award. In diesem Jahr wurde ihm ein ERC Starting Grant gewährt und er wurde zum Wintersemester 2021/2022 auf eine W2-Professur an die FU Berlin berufen.

In seiner Forschung beschäftigt sich Herr Greb mit Ligandeneffekten und Element-Ligand-Kooperativität in Verbindungen der p-Block Elemente. Dadurch sollen Reaktivitäten erzielt werden, die man eher von niedervalenten p-Block Elementen oder Übergangsmetallen gewohnt ist. Damit einhergehend beschäftigt er sich mit den Konzepten der Lewis Azidität, molekularstruktureller Spannung, sowie der dynamisch-kovalenten Chemie von Hauptgruppenverbindungen.

Dr. Stefanie Kiefer

Kontaktperson

Dr. Stefanie Kiefer

Fonds Dozentenpreis, Sachmittel für Hochschullehrernachwuchs, Stipendienprogramm