Dozentenpreis des Fonds ging an Frau Prof. Dr. Lena Daumann

10. Juni 2021 | Bericht

Der Dozentenpreis des Fonds der Chemischen Industrie wurde am 10. Juni 2021 an Frau Prof. Dr. Lena Daumann, LMU München, vergeben.

© LMU

Lena Daumann, Jahrgang 1983, studierte Chemie an der Universität Heidelberg. Ihr Studium schloss sie 2009 mit einer Diplomarbeit bei Peter Comba ab. Zur Doktorarbeit wechselte sie an die University of Queensland in Brisbane, Australien. 2013 promovierte sie dort unter der Leitung von Lawrence Gahan und Gary Schenk.

Unterstützt durch ein Feodor Lynen-Stipendium der Alexander von Humboldt-Stiftung absolvierte sie ihr Postdoktorat an der University of California in Berkeley, USA bei Kenneth Raymond. Dort forschte sie an der Koordinationschemie von Lanthanoiden.

Finanziert durch ein Rückkehrstipendium der Humboldt-Stiftung kam sie nach Deutschland zurück an die Universität Heidelberg. 2016 folgte sie einem Ruf auf eine W2tt-Professur für bioanorganische Chemie an die LMU München. Hier wurde sie mehrfach mit Lehrpreisen ausgezeichnet; unter anderem erhielt sie den Ars Legendi Preis für Chemie 2019.

In ihrer Forschung beschäftigt sie sich mit der bioanorganischen Chemie der Lanthanoide. Erst seit kurzem ist bekannt, dass viele Bakterien diese Elemente zum Leben brauchen. Zwei Hauptziele ihrer Gruppe sind zum einen ein tiefes Verständnis für diese natürlichen Systeme zu gewinnen und zum anderen darauf basierend neue Wege zur Trennung und zum Recycling von Lanthanoiden sowie Lanthanoid-basierte Katalysatoren zu entwickeln. Seit 2020 wird die Gruppe durch den ERC Starting Grant Lanthanophor bei der Suche nach Lanthanoid-spezifischen Chelatliganden, welche Anwendung in Medizin und Recycling finden können, unterstützt.


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Dr. Stefanie Kiefer

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